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Team Lausitz ist Deutscher Meister im Feuerwehrsport

Das Frauenteam Lausitz startet zum Löschangriff Nass und kann sich zum Schluss über den zweiten Platz freuen. Foto: Ufer
Das Frauenteam Lausitz startet zum Löschangriff Nass und kann sich zum Schluss über den zweiten Platz freuen. Foto: Ufer FOTO: Ufer
Cottbus. Mit dem Gesamtsieg bei den Männern und Rang zwei bei den Lausitzer Frauen ist am Samstag die Deutsche Meisterschaft im Feuerwehrsport zu Ende gegangen. Bei den Frauen setzte sich Mecklenburg-Vorpommern klar durch. Von Ronald Ufer

Benny Bastisch musste bis zum vorletzten Meisterschaftslauf zittern. Bis zum zweiten Durchgang beim Löschangriff Nass führte sein Team Lausitz zwar in der Gesamtwertung, aber erst fast zum Schluss waren die letzten Zweifel verflogen. Die Rivalen aus Mecklenburg-Vorpommern verpatzten den Lauf und fielen auf den dritten Platz zurück. Der Gesamtmeisterschaft und das Ticket für die nächste Weltmeisterschaft 2013 in Frankreich gingen an das Team Lausitz. "Ich bin einfach nur überglücklich", stieß der Teamchef vom Erfolg überwältigt hervor. "Die viele Arbeit hat sich gelohnt."

Mannschaftskapitän Sebastian Melde musste sogar bis zum letzten Start zittern. Nach einem Sicherheitslauf im ersten Durchgang und einem besseren zweiten Anlauf lagen die Lausitzer auf Platz drei beim Löschangriff Nass. Bei allen Mannschaftsentscheidungen hatten die Athleten aus Brandenburg und Sachsen eine Medaille geholt. Die Serie sollte nicht ausgerechnet in der letzten Disziplin reißen. Die Ergebnisdurchsage des Schlusslaufes ging im Jubelschrei der Lausitzer unter. Zum Abschluss der dreitägigen Wettbewerbe gab es nochmals Bronze in einer Mannschaftsdisziplin. "Wir haben alles richtig gemacht", freuten sich Sebastian Melde und sein Team.

Auch der "König der Feuerwehrsportler" kommt aus der Lausitz. Tommy Paulick gewann das Doppel aus Hakenleitersteigen und 100-Meter-Hindernislauf.

Die Frauen des Lausitzteams feierten ausgelassen den Silberrang. Der eigentlich schon sicher geglaubte zweite Platz geriet plötzlich durch einen Fehler im abschließenden Löschangriff Nass in Gefahr. Der erste Lauf wurde nicht gewertet und die sonst so fröhlichen Feuerwehrsportlerinnen zogen sich einige Zeit in eine ruhige Ecke des Stadions zurück.

Alle bemühten sich, die Nerven im Zaum zu halten, wieder Konzentration aufzubauen. Handgriff für Handgriff wurde zuerst im Kopf und während der fünfminütigen Vorbereitungszeit nochmals abgerufen. Angesichts der tollen Zeit entlud sich die Anspannung in einem Aufschrei und einem Freudentanz.

Nicht nur von den Leistungen her mit mehreren Deutschen Rekorden, sondern auch angesichts der Stimmung bot Cottbus ein tolles Sportereignis. Die Teams hatten sich mit Fahnen und Transparenten ausgerüstet, es gab einstudierte Anfeuerungsrufe, Fanfaren, Einschwörungskreise und andere Rituale zu erleben. Alle Starter kämpften bei heißen Temperaturen bis zur Erschöpfung, Teamgeist wurde groß geschrieben. Allerdings hätte die tolle Veranstaltung einige Zuschauer mehr verdient.