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Tausende Honigsammler als Unterrichtsinhalt

Ulrich Meier mit seinen "Haustieren". So ein Volk kann im Sommer locker mehrere Zehntausend Bienen umfassen.
Ulrich Meier mit seinen "Haustieren". So ein Volk kann im Sommer locker mehrere Zehntausend Bienen umfassen. FOTO: Rudolf Fischer/rfs1
Cottbus. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie die Imker mit ihren Bienen umgehen. Beobachten können Interessierte dies beispielsweise beim Jungobmann des Imkervereins Cottbus Ulrich Meier. rfs1

So zeigt er gern am Lehrbienenstand des Vereins im Pädagogischen Zentrum für Natur und Umwelt in der Dahlitzer Straße 12/ 13 in Cottbus eine mit Bienen besetzte frisch ausgebaute Wabe. Sie ist ein von den Honigbienen aus Bienenwachs errichtetes Wabengebilde mit sechseckigen Zellen. Sie dienen zur Aufzucht von Larven und zur Lagerung von Honig und Pollen. Seit sieben Jahren bewirtschaftet und leitet er ehrenamtlich mit der Unterstützung seiner Frau Christina den Bienenstand. Darüber hinaus versteht er es beispielgebend, den Schülern der Klassen 1 bis 5 und auch darüber hinaus aus Cottbus und Umgebung, die im Rahmen des Unterrichts regelmäßig den Schulgarten besuchen, das Leben und die besondere Bedeutung der Bienen nahe zu bringen. Auch Seniorengruppen und Kinder aus Kindergärten sind beim Jungobmann gern gesehene Besucher. Schließlich erwirtschaften die fleißigen Bienchen in Deutschland durch die Bestäubung und Honigproduktion einen Gesamtwert von über 2 Milliarden Euro. Und sichern zugleich die Existenz der Menschheit.

Ulrich Meier führt seine Arbeit mit viel Leidenschaft aus. Neben seinem Schauimkerstand in Cottbus unterhält er weitere Bienenvölker auf seinem Grundstück in Zahsow. "Als Kind träumte ich schon davon, mal viele Bienen zu haben. Und als mich Naturfreunde ansprachen, eine Imkerei zu gründen, wagte ich den Schritt. Nach und nach beschaffte ich mir Bienenvölker" begründete er seine Zuneigung zu den nützlichen Insekten. Obwohl ihn das Hobby vom Arbeitsaufwand her sehr belastet, möchte er die Imkerei gern weiter betreiben. "Das Glück wäre allerdings vollkommen, wenn die Landwirtschaft von den Monokulturen (vor allem der Maisanbau) und der chemischen Keule ablassen würde" wünscht sich Imker Ulrich Meier für die Betreibung seines Hobbys.