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| 16:28 Uhr

Tausende feiern beim „Zug der fröhlichen Leute“ in Cottbus

Karnevalisten ziehen am 26.02.2017 in Cottbus (Brandenburg) beim Zug der fröhlichen Leute durch die Innenstadt. Mehr als 3000 Aktive aus 66 Verinen begeisterten beim größten ostdeutschen Karnevalsumzug die Zuschauer.
Karnevalisten ziehen am 26.02.2017 in Cottbus (Brandenburg) beim Zug der fröhlichen Leute durch die Innenstadt. Mehr als 3000 Aktive aus 66 Verinen begeisterten beim größten ostdeutschen Karnevalsumzug die Zuschauer. FOTO: Bernd Settnik (dpa-Zentralbild)
Cottbus. Es schien, als wenn ganz Cottbus auf den Beinen war: Rund 100 000 Einwohner zählt die Lausitz-Metropole und ähnlich viele standen an den Straßenrändern oder beteiligten sich als Aktive an Ostdeutschlands größtem Karnevalsumzug. dpa

Pünktlich am Sonntag um 13.11 Uhr setzten sich die rund 80 Mottowagen mit 3000 Enthusiasten aus 66 Karnevalsvereinen in Bewegung.

Die Route führte vom Brandenburger Platz über die Liebknecht-Straße bis zum Viehmarkt. Kamelle flogen in Massen, Musikkappellen spielten auf und das närrische Fußvolk - verkleidet als Panzerknacker, Hexen, Cheerleader oder American-Football-Spieler - heizten den Zuschauern ein. Kurz vor dem Start des 26. „Zugs der fröhlichen Leute“ hatte sogar das Wetter ein Einsehen und es hörte auf zu regnen.

Etliche Mottowagen nahmen aktuelle politsche Ereignisse aufs Korn. So wurde sich beispielsweise über US-Präsident Donald Trump und seine geplante Mauer zu Mexiko lustig gemacht. Auch Kanzlerin Angela Merkels „Alptraum“ - Trump, Putin und SPD-Gegenspieler Martin Schulz - kamen zu zweifelhaften Ehren. Größere Zwischenfälle meldete die Polizei am Sonntagnachmittag nicht. Allerdings kam es nach Angaben einer Sprecherin zu einer Rangelei, in deren Folge fünf junge Männer in Gewahrsam genommen wurden.

Generell sei das Sicherheitskonzept aufgegangen, sagte die Polizeisprecherin. Unter dem Eindruck des Terroranschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember waren die Vorkehrungen in Cottbus verschärft worden. Dazu gehörte unter anderem, die Zufahrten zu sperren und mit Containerfahrzeugen sowie Metallcontainern einer Entsorgungsfirma zuzustellen. Zudem galt in diesem Jahr ein umfassendes Verbot von Glasflaschen.

Die Polizei begleitete das närrische Treiben mit einem Großaufgebot. Konkrete Zahlen zu den Einsatzkräften nannte sie am Sonntagnachmittag nicht. Entlang der Umzugsstrecke hatten die Ordnungshüter insgesamt drei mobile Wachen postiert, die jedoch wegen der ausgelassenen und friedlichen Stimmung kaum genutzt wurden.