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Tanja ist die neue Brunnenfee

Luisa Koalick (r.) gratuliert ihrer Nachfolgerin Tanja Anson, die 12. Drebkauer Brunnenfee.
Luisa Koalick (r.) gratuliert ihrer Nachfolgerin Tanja Anson, die 12. Drebkauer Brunnenfee. FOTO: Marion Hirche/jul1
Drebkau. Das 12. Drebkauer Brunnenfest bot am Wochenende viel Abwechslung. Die Besucher genossen Musik und Artistik – und natürlich den Krönungstanz. Marion Hirche

(jul1) In Drebkau wurde am Wochenende das 12. Brunnenfest gefeiert. Das Fest, das der Entdeckung des Marktbrunnens bei Sanierungsarbeiten geschuldet ist, bot für die Besucher wieder ein sehr vielseitiges Programm mit Musik, Tanz und Artistik.

Höhepunkt war natürlich die Krönung der 12. Drebkauer Brunnenfee. Dafür hatte sich die 11. Majestät Luisa Koalick etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie rief alle Brunnenfeen zusammen. Sie studierten einen Tanz zum Helene-Fischer-Titel "Herzbeben" ein und beschrieben damit wohl sehr treffend, wie es bei ihrer Wahl zuging. Am Ende des Titels zauberten sie aus dem Bühnenbrunnen die "Neue". Zu dem diesem mit Spannung erwarteten Moment vom Publikum gab es begeisternden Applaus.

Das Geheimnis um die die Nachfolgerin Luisas war wieder eines der größten Geheimnisse der Stadt. Erneut erwies Petra Löwa von der Stadtverwaltung Drebkaus eine glückliche Hand: Die 32-jährige Tanja Anson wurde gekrönt. Die sympathische Brünette ist kaufmännische Angestellte, hat mit Carolin und Friedrich zwei Kinder, die ganz stolz auf ihre Mama sind. In ihrer Freizeit findet man die Drebkauerin auch oft auf dem Reiterhof in Raakow, sie reitet und sie lenkt Gespanne. "Ich hoffe, dass ich viele neue Menschen und viele neue Orte kennenlernen werde", formulierte sie ihr Motiv, diese Aufgabe zu übernehmen.

Dass ihre Hoffnung auf alle Fälle gehen wird, unterstrich ihre Vorgängerin. Luisa Koalick schilderte noch einmal auf der Bühne ihr Brunnenfeenjahr, das ihr viele schöne Momente gebracht hat.

Sie hat zahlreiche Veranstaltungen in der Stadt besucht, war zu Gast bei Festen in der Region und darüber hinaus. Freundschaften wurden mit anderen Majestäten geschlossen, deshalb waren am Sonnabendabend auch die Kromlauer Blütenkönigin und die Spremberger Spreenixe als Gäste anwesend. Bürgermeister Dietmar Horke lobte die Aktivitäten von Luisa und dankte ihr genauso wie Ortsvorsteher Torsten Richter.

Bei den Auftritten von Silke Fischer und Uwe Jensen feierten die Drebkauer ausgelassen, sangen bei Anthony jeden Roland Kaiser-Titel Text sicher mit. "Wir finden die Stimmung ganz toll", lobten Monika und Joachim Handrick aus Drebkau. Die beiden wirbelten flott über das Tanzparkett auf dem Drebkauer Markt.

Zu den besonderen Momenten gehörten auch der Auftritt der Mitglieder des Traditionsvereines Casel, die das Johannisreiten samt Johannispuppe" vorstellten, und die Vorführung der Trialsportler Marko und Daniel, die vom Parkett mit ihrem Trialrad direkt auf die Bühne fuhren und dann einer noch mit seinem Rad über den am Boden Liegenden anderen drüber stieg. Eine der Attraktionen, die sie auch im Kinderzentrum auf der Schlosswiese vorführten.

Das Konzert des Gospelchores Schorbus hatte mehrere Liedpremieren, die auch Stadtverordnetenvorsteher Paul Köhne begeisterten.

Am Sonntag war die 12. Drebkauer Brunnenfee erstmals in Aktion gefragt. Sie zauberte nach dem Open-Air Gottesdienst aus dem Marktbrunnen Bier, Freibier, dass reichlich Absatz fand. Zu Walzerklängen drehte sie sich mit Ortsvorsteher Torsten Richter und lauschte dann auch dem Konzert des Orchesters Lausitzer Braunkohle. Auch das Sonntagsprogramm war vielseitig: Drebkauer Unternehmerinnen luden zur Messe mit regionalen Produkten auf dem Gelände der Alten Garage 55, die Sorbische Webstube am Markt präsentierte nicht nur die Sonderausstellung mit Spitzenwäsche, sondern auch Frauen, die sich aufs Spinnen verstehen. Kathrin Jantke begeisterte mit ihrer Stimme, die Künstler der Artistenschule Coswig ließen Münder offen stehen und die "Schlagermafia" und die Band "Cosma Nova" sorgten für Stimmung.

"Das war ein sehr schönes Bühnenprogramm, die Dekoration sah toll aus, einfach ein schönes Fest. Es ist nur schade, dass Anthony so spät gesungen hat, für uns zu spät", sagte Brigitte Wittasch aus Drebkau.