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Tagebaukritiker treffen sich bei Kerkwitz

Guben. Bei einem Fest am 23. September werden Einwohner von Kerkwitz, Atterwasch und Grabko auf zehn Jahre erfolgreichen Widerstand gegen den Tagebau Jänschwalde-Nord zurückblicken und sich bei ihren Unterstützern bedanken. red/js

Zugleich soll ein Zeichen für einen verbindlichen Ausschluss neuer Tagebaue in Deutschland wie in Polen gesetzt werden, kündigt Monika Schulz-Höpfner aus Atterwasch an. "Wir treffen uns an dem Ort, an dem wir beim jährlichen Sternmarsch zehn Mal gemeinsam protestiert haben. Dieser Ort steht dafür, dass Widerstand gegen Kohle-Projekte sich lohnt." Auch wolle man polnische Tagebaugegner unterstützen, die für ein endgültiges Aus zum geplanten Tagebau Gubin kämpfen. Das Fest beginnt um 14 Uhr am "Alten Schafstall", einer Wiese zwischen Grabko, Kerkwitz und Atterwasch. Der Veranstaltungsort liegt in der Nähe des Bahnhaltepunkts Kerkwitz in Richtung Atterwasch. Auch die vor Ort erstellte Ausstellung "10 Jahre leben mit der Kohle" wird gezeigt. Zu dem Treffen laden ein die Ortsvorsteher von Grabko, Kerkwitz, Atterwasch, Groß Gastrose und Taubendorf, der Pro Heimat-Verein, die Gemeinde Schenkendöbern und der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit der Agenda 21. Am Vormittag bietet die Cottbuser Grüne Liga-Gruppe eine geführte Radtour zu Problemen des laufenden Tagebaues an (9.45 Uhr, Bahnhaltepunkt Kerkwitz). Als Ziele gelten gefährdete Feuchtgebiete, die durch Straßenverlegung geteilte Neißeaue und das von der Lage am Tagebau betroffene Taubendorf.