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| 10:36 Uhr

Landesweite Aktion zur Verkehrssicherheit in der dunklen Jahreszeit
Es geht um sehen und gesehen werden

Mit diesen Plakaten machen Polizei und Verkehrswacht an der Cottbuser Lakomy-Grundschule auf Verkehrssicherheit in der dunklen Jahreszeit aufmerksam. Kinder mit selbst reflektierendem Material werden bis Donnerstag auf ihrem Schulweg gezählt.
Mit diesen Plakaten machen Polizei und Verkehrswacht an der Cottbuser Lakomy-Grundschule auf Verkehrssicherheit in der dunklen Jahreszeit aufmerksam. Kinder mit selbst reflektierendem Material werden bis Donnerstag auf ihrem Schulweg gezählt. FOTO: LR / Julian Münz
Cottbus. Das Netzwerk Verkehrssicherheit und das Forum Verkehrssicherheit des Landes Brandenburg starten pünktlich zur dunklen Jahreszeit erstmals eine landesweite Aktion zur besseren Sichtbarkeit von Fußgängern und Radfahrern. In Cottbus und Spree-Neiße treten bis Donnerstag Grundschulen um den Titel „Sichtbarste Schule“ an. Von Sybille von Danckelman

Die Schüler der vier teilnehmenden Cottbuser Grundschulen sind bestens präpariert: „Wir sind sehr positiv überrascht, wie gut Kinder und auch ihre Eltern ausgerüstet sind“, bilanziert Alexander Gohr nach dem ersten Einsatz an der Groß Gaglower Reinhard-Lakomy-Grundschule. Gohr, Vorstandsmitglied der Cottbuser Verkehrswacht, zählt auf, was er gesehen hat: helle Kleidung, Reflektoren, leuchtende Schuhe, weiße T-Shirts, die mit leuchtenden Smileys aufgehübscht wurden und -„es hatte teilweise sogar kuriose Züge“ - ein Kind mit einer großen LED-Birne auf dem Schulrucksack. Mitarbeiter der Polizei haben sich für die Aktion die Verkehrswacht zur Unterstützung geholt, bis zum Donnerstag in den Morgenstunden sollen Kinder mit selbst reflektierendem Material auf ihrem Schulweg gezählt werden. Die Schule aus Cottbus und Spree-Neiße mit dem größten Anteil sichtbarer Kinder gewinnt einen Gesundheits- und Sicherheitstag in einem Cottbuser Kino.

Verkehrssicheres Auftreten FOTO:

Die „Tage der Sichtbarkeit“ sollen nur ein Auftakt für Verkehrssicherheit sein. Im Kern geht es darum, möglichst viel davon als Routine in den Alltag zu übernehmen. Denn gut erkennbar als Verkehrsteilnehmer in der dunklen Jahreszeit zu sein, kann Leben retten. In Sachsen verunglückten im Vorjahr 3932 Radler, 19 davon starben, und 1418 Fußgänger, 15 davon starben. Das meldet das Innenministerium in Dresden. In Brandenburg verunglückten im gleichen Zeitraum knapp 750 Fußgänger und rund 2600 Radfahrer im Straßenverkehr, teilt das Polizeipräsidium des Landes mit. Oftmals würden diese Verkehrsteilnehmer einfach übersehen, bei Dunkelheit sei das Unfallrisiko etwa dreimal höher als am Tag. Deshalb: „Bei Fußgängern und Radfahrern ist helle reflektierende Bekleidung das A und O, denn Reflektoren sind noch in 140 Metern Entfernung zu sehen“, sagt Mario Heinemann vom Polizeipräsidium.

In Königs Wusterhausen unterstützt die Polizei gemeinsam mit dem städtischen Präventionsrat die Tage der Sichtbarkeit. Auch dort werden in diesen Tagen Kinder in Kitas und Grundschulen sowie Einwohner auf Wochenmärkten auf sichtbare Kleidung aufmerksam gemacht.