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| 17:20 Uhr

Schöne Anlagen
Trocknungshaus und Kräuterspirale

Gartenimpressionen in Klein Ströbitz in Cottbus
Gartenimpressionen in Klein Ströbitz in Cottbus FOTO: Marion Hirche
Spree-Neiße/Cottbus. Beim Tag der offenen Gärten waren 30 Anlagen in der Lausitz zu betrachten. Von Marion Hirche

) Der Tag der offenen Gärten der Lausitz hat bereits Tradition. 30 Gärten machten am Sonnabend ihre Türen weit auf für Besucher. In Cottbus, Drebkau, Teichland, Guben, Forst, Wolfshain und anderen Orten konnten sich Interessenten Tipps für den eigenen Garten holen und entspannende Stunden verbringen. Viele folgten der Einladung.

Im Kräuter-und Minzteegarten von Adelheid Papprosch in Maust in der Gemeinde Teichland gaben sich die Besucher die Klinke in die Hand. „Wir suchen Ideen für unseren Garten. Wir machen heute einen Rundkurs und von hier nehme ich die Idee mit den Wannen mit“, war von Margitta Bränzel aus Kausche zu erfahren.

Die Mauster Gastgeberin hat nicht nur Beete  mit 14 verschiedenen Minz- und 64 verschiedenen Kräutersorten, sondern sie hat auch eine Obstbaumwiese, am Haus Rhododendronbüsche in zahlreichen Farben, eine Beerensträucherzeile, eine naturbelassene Wiese, ein Holzhaus zum Trocknen der Kräuter. Viele alte Bauernhofutensilien hat sie auf ihrem Tausende Quadratmeter großen Grundstück verwendet, um Pflanzeninseln zu schaffen. Alte Zinkwannen und –eimer sind für die 54-jährige willkommene Pflanzgefäße. Alte Autoreifen sind für die Mausterin Beetumrandungen für Himbeer- und Brombeersträucher.

Der Garten ist nicht nur das Hobby für Adelheid Papprosch, sondern auch ihr Lebensgefährte und ihr Vater Fritz Lauk ziehen mit. Da sind allein die riesigen Rasenflächen immer auf „kurz“ zu halten.

Mit den geernteten Blättern und Blüten stellt die Gartenexpertin mehr als 60 verschiedene Teesorten her oder einfach eine erfrischende Limonade wie am Sonnabend für die Besucher in ihrem offenen Garten.

Sabrina Wagner aus Cottbus-Schmellwitz war begeistert von dem erfrischenden, nicht süß schmeckenden Getränk. Adelheid Papprosch sagt: „Es macht Spaß, Wissen weiterzugeben und außerdem bekommt man oft auch das Woh!, das man auch als Hobbygärtner braucht“. Ingrid Lukas aus Burg sorgte auch für die Anerkennung für die Mausterin: „Ich habe sie beim Heimatmarkt-regional bei uns in Burg kennengelernt und habe da von diesem offenen Garten erfahren, deshalb bin ich heute hier. Es hat sich wirklich gelohnt“.

Gleich einen ganzen Rundkurs durch mehrere Gärten absolvierten am Sonnabend Cordula Wach und Elke Freigang aus Cottbus. In Ströbitz in der Sudermannstraße bei Familie Süß bestaunten sie die Kräuterspirale mit Dachziegelumrandung, den alten Leiterwagen mit Bepflanzung.

„Wir finden besonders interessant, was hier aus dem alten Bauernhofgelände gemacht wurde. Es ist toll, wie hier Keramiken als Gestaltungselemente eingesetzt werden und was mit alten Gegenständen gemacht wird“, schwärmten die beiden Frauen, die danach gleich noch in den Garten in der Teichstraße um die Ecke und nach Drebkau wollten. Auch Pauline Müller aus Berlin war hier im Garten zu Gast: „Schön, dass ich meinen Cottbus-Aufenthalt mit so einer interessanten Veranstaltung verbinden konnte. Die vielen Sitzecken hier laden zum Verweilen ein und dazu noch Keyboard-Klänge im Gleichklang mit dem Rasenmäher von nebenan, das ist Entspannung pur.“