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Tag 3: Gesuchter Gewaltverbrecher weiter auf der Flucht

FOTO: dpa
Update | Cottbus. Die Brandenburger Polizei fahndet weiter nach einem Gewalttäter, der am Montag aus dem Maßregelvollzug in Brandenburg/Havel geflüchtet ist. Er könnte sich im Raum Cottbus aufhalten – und gilt als gefährlich. dpa/bob

Der 26-Jährige ist den Angaben der Polizei zufolge am Montagmorgen seinem Bewacher auf dem Klinikgelände entkommen und weggelaufen. Nach Angaben der Polizeidirektion West war der 26-Jährige unter anderem wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten und soll Kontakte in den Raum Cottbus haben.

Wie die Polizei am Mittwochmorgen gegenüber der RUNDSCHAU bestätigte, sind mehrere Hinweise nach der Veröffentlichung der Fahndungsfotos eingegangen. "Die entscheidende Spur war aber noch nicht dabei", berichtet Polizeisprecher Torsten Herbst aus Potsdam. Auch die Cottbuser Polizei bestätigt auf Nachfrage, dass es noch keine Spur des Mannes gibt. Die Beamten geht aber weiterhin allen Hinweisen weiter nach, prüfen zugleich Kontakte des Verdächtigen im Raum Cottbus ab. Bei der Suche nach dem 26-jährigen Mann wurden auch ein Polizeihubschrauber und ein Spürhund eingesetzt.

Die öffentliche Fahndung geht derweil weiter.

Der Gesuchte wird wie folgt beschrieben:

- Scheinbares Alter 25

- 187 cm groß

- Grün-braune Augen

- Dunkelblonde Haare

- Schlanke Gestalt

- Er war bekleidet mit dunkelrotem Hemd, darunter graues T-Shirt, graue Jogginghose, schwarze Schuhe

Der Gesuchte sei seit 2015 im Maßregelvollzug untergebracht, sagte ein Sprecher des für die Einrichtung zuständigen Sozialministeriums. Grundlage sei eine Verurteilung wegen versuchten Mordes in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung im Zustand der verminderten Schuldfähigkeit.

Zu der Behandlung in der Einrichtung gehörten Lockerungen wie der begleitete Ausgang auf dem Klinikgelände, erklärte der Sprecher. Diesen habe der Mann nun genutzt, um über einen Zaun zu flüchten.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise auf den Flüchtigen, warnt aber davor, den 1,87 Meter großen Mann selbst anzusprechen. Stattdessen sollten Zeugen sofort die Polizei informieren.