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| 16:52 Uhr

Sturmschäden in Branitz
„Herwart“ deckt Teile des Branitzer Schlossdaches ab

Auf dem Dach des Branitzer Schlosses sind durch den Sturm „Herwart“ auf einer Länge von etwa zwei Metern drei Biberschwanz-Dachsteinreihen beschädigt worden. Das Dach ist zunächst provisorisch abgedichtet worden, und der Bereich um das Schloss ist auf Grund der Gefahr des Herabstürzens weiterer Dachsteine gesperrt.
Auf dem Dach des Branitzer Schlosses sind durch den Sturm „Herwart“ auf einer Länge von etwa zwei Metern drei Biberschwanz-Dachsteinreihen beschädigt worden. Das Dach ist zunächst provisorisch abgedichtet worden, und der Bereich um das Schloss ist auf Grund der Gefahr des Herabstürzens weiterer Dachsteine gesperrt. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Der Herbststurm hat nicht nur weitere Schäden im Branitzer Park angerichtet. Auch das Schlossdach erlitt Schäden.

(ue) Die Herbststürme „Xavier“ und „Herwart“ haben Park und Schloss Branitz heftig zugesetzt. Während „Xavier“ allein im Innenpark 15 Altbäume zum Opfer fielen, verursachte Herwart am vergangenen Sonntag schwere Schäden am Schloss. Wie Restaurator Jens-Uwe Möbert mitteilt, sind auf dem Dach des Schlosses auf einer Länge von etwa zwei Metern drei Biberschwanz-Dachsteinreihen beschädigt worden. Das Dach wurde zunächst provisorisch abgedichtet und der Bereich rund um das Schloss wegen der Gefahr herabstürzender Dachsteine gesperrt. Stiftungsdirektor Gert Streidt weist aber darauf hin, dass der Museumseingang zugänglich bleibt und das Schloss regulär geöffnet ist.

„Wir haben sofort gehandelt und das Dach abgedichtet“, berichtet der Stiftungsdirektor. Sobald die Witterung dies zulässt, sollen die Reparaturen beginnen. Parallel dazu erfolge die Begutachtung des Dachstuhls. Der sei seit Jahren „ein Sorgenkind“: „Wenn große Windlasten anliegen, bewegt er sich.“

Als „Herwart“ am Sonntag über dem Pücklerschen Gartenreich wütete, waren gerade einmal zwei Tage vergangen, seit Parkleiter Claudius Wecke die Beseitigung der letzten von „Xavier“ verursachten Schäden und die Freigabe aller Wege im Park vermelden konnte. Vor allem im Bereich des Cottbuser Torhauses, der Mondberge und am Eingang in Richtung Tierpark hatte schwere Technik eingesetzt werden müssen.

Trotz des bitteren Verlustes einer bildprägenden Eichengruppe waren die Folgen von „Herwart“ im Vergleich zu seinem Vorgänger weniger dramatisch für den Park. „Nach dem Laubfall hatten die Bäume ihre Segel nicht mehr so stark aufgespannt und haben dem Wind damit weniger Widerstand entgegengesetzt“, sagte der Parkleiter.

Doch die drei etwa 35 Meter hohen Eichen nördlich der Bleyerwiese waren zur Pücklerzeit gepflanzt worden. Sie sind bereits auf dem Parkplan von 1868 verzeichnet und deshalb besonders wertvoll. Die Gefahrenstelle mit Blick zur Seepyramide ist mit Bauzäunen abgesperrt worden. Der Weg in Richtung Vorpark ist in diesem Bereich bis auf Weiteres gesperrt.