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| 02:33 Uhr

Studentenwohnungen in Cottbus werden zur Galerie

So präsentierte sich die Galerie im vergangenen Jahr.
So präsentierte sich die Galerie im vergangenen Jahr. FOTO: Viva con Agua
Cottbus. Gleich drei Wohnungen im Eckhaus Wilhelm-Külz-Straße 51 in Cottbus verwandeln sich am Samstag, 21. Januar, ab 12 Uhr für zwölf Stunden in eine Galerie. Bisher haben sich 18 Künstler – Musiker, Maler, Fotografen – zur Living Room Gallery von Viva con Agua Cottbus angesagt. Ulrike Elsner

Studenten öffnen in der Külzstraße ihre Räume. Mit dieser dritten Wohnzimmergalerie will die Cottbuser Viva-con-Agua-Gruppe einerseits Künstlern eine Plattform bieten und andererseits Wasser- und Sanitärprojekte der Welthungerhilfe mit Spenden unterstützen.

"Viva con Agua Cottbus ist seit 2013 in der Region aktiv und engagiert sich mit Kulturprojekten oder auf regionalen Festivals für einen menschenwürdigen Zugang zu sauberem Trinkwasser für Menschen in aller Welt", berichtet Sebastian Scholz, Mitinitiator der Veranstaltung. Die Initiative ist unter anderem in ärmeren Stadtrandgebieten der äthiopischen Großstadt Bahir Dar aktiv, wo nur 15 Prozent der Bevölkerung über einen Zugang zu einer Toilette verfügen. Ein internationales Hilfsprojekt soll die Situation verbessern.

In die Wilhelm-Külz-Straße 51 sind Künstler aus ganz Deutschland eingeladen, um gleich drei WG's für einen Tag mit ihrer Kunst zu bereichern. Die Besucher erwartet neben Bildern und Livemusik die Möglichkeit, mit anderen ins Gespräch zu kommen. 18 Künstler haben sich bisher angesagt, darunter die Berliner Electropop-Gruppe Reihntochter, die Berliner Rockband Hollow Body, der Cottbuser Graffiti-Künstler Andy Raitz, Glönn mit Schwarzlichtmalerei, Carographic mit Grafikdesign und Malerei, Gesangspädagogen der BTU mit Jazzimprovisation sowie Justus von Karger aus Kiel mit Ölmalerei.

Im vergangenen Jahr hat Viva con Agua Cottbus in der Living Room Gallery rund 450 Besucher gezählt. "Der Eintritt ist auch in diesem Jahr wieder frei", stellt Sebastian Scholz fest. Spenden sind allerdings willkommen. Die sollen in aktuelle Wasserprojekte fließen und unter anderem die sanitären Bedingungen für die Bevölkerung der äthiopischen Großstadt Bahir sowie die Trinkwasserversorgung in Nepal verbessern.

Viva con Agua Cottbus ist seit dem Jahr 2013 aktiv. Im vergangenen Sommer hatte die Initiative ein Floßrennen von Neuhausen nach Cottbus organisiert und damit das Naturschutzgebiet Spreeaue ins Blickfeld gerückt.

www.vivaconagua.org