Am Standort Cottbus der Knappschaft Bahn-See sollen neue Arbeitsplätze entstehen. In einem Eckpunktepapier von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), das der LR vorliegt, ist diese Erweiterung als Maßnahme zum Strukturwandel aufgeführt.

Die Eckpunkte dienen als Grundlage für den Entwurf eines Strukturwandelgesetzes. Dieses Gesetz soll die Folgen des Kohleausstiegs in Deutschland abmildern.

„Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird sich daran beteiligen und prüft in diesem Zusammenhang, der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See in Cottbus zusätzliche Aufgaben zu übertragen“, sagte ein Sprecher von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) der Lausitzer Rundschau.

Cottbus: Bis zu 500 neue Arbeitsplätze in der Minijob-Zentrale

Nach LR-Informationen könnten so bis zu 500 neue Arbeitsplätze in der Minijob-Zentrale entstehen. Der Neubau eines Behördengebäudes ist denkbar.

„Es war schon beim Aufbau der Minijob-Zentrale die Überlegung, Führungskräfte sowie das Rechenzentrum samt Informatikern nach Cottbus zu holen. Jetzt ist die Zeit gekommen, das in Cottbus zu etablieren“, sagte Ulrich Freese (SPD). Der Bundestagsabgeordnete aus Spremberg war von 2005 bis 2014 ehrenamtlicher Vorstandschef der Knappschaft.

Die Cottbuser Minijob-Zentrale hat etwa 800 Mitarbeiter. Weitere Standorte liegen im Ruhrgebiet. Sachsen und Brandenburg verhandeln über weitere Behördenstellen in der Lausitz. In Altmaiers Eckpunktepapier ist von 5000 Stellen für alle deutschen Reviere die Rede. Weil dabei Fragen offen bleiben, sorgt das jetzt für heftige Diskussionen, zum Beispiel unter Bundestagsabgeordneten aus der Lausitz.

Kommentar zum Strukturwandel Die Bundesregierung verspielt ihre Chance

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