Erstmals liegt eine wissenschaftliche Untersuchung zur Stimmungslage der Lausitzer rund um den Strukturwandel vor. Ein Team aus einem Organisationspsychologen und einem Datenanalysten hat sie aktuell am Jahresanfang 2020 erarbeitet. Grundlage der Untersuchung ist eine repräsentative Befragung Hunderter Lausitzer im Alter ab 16 Jahren.

Erforscht werden sollte damit detailliert das derzeitige Meinungsbild der Lausitzer Bevölkerung. Dabei geht es um die in der Region so brisanten Reizthemen wie den geplanten Kohleausstieg in Deutschland und den damit verbundenen wirtschaftlichen Strukturwandel.

In Erfahrung bringen wollten die Autoren der Studie, welche Probleme, Erfolgsfaktoren, Auswirkungen und Zukunftsstrategien die Bewohner der Lausitz für sich selbst und ihre Heimatregion sehen. Gleichzeitig werden mit der Untersuchung auch die unterschiedlichen Interessen und die Bereitschaft der Bürger zur Beteiligung an dem Wandlungsprozess erfasst. Die jetzt vorgelegte Studie ist als Langzeitmonitor angelegt. Sie soll nach Möglichkeit jährlich wiederholt werden. Das könne helfen, Entwicklungen und Akzeptanz-Defizite zu erkennen, so die Autoren.

In der ersten Welle der Befragung im Februar dieses Jahres wurden insgesamt 523 Personen in der Lausitz zwischen Görlitz und Lübben befragt.

„Die vorliegenden Zahlen haben uns auch teilweise überrascht“, sagt Jörg Heidig, einer der Autoren. Ein Fazit ist für ihn schon jetzt relativ klar: „Die Menschen in der Lausitz wünschen sich in vielen Punkten mehr klare Kommunikation und Führung statt immer neuer Diskussionen und langwieriger Beteiligungsverfahren.“

Alle Zahlen der Studie finden Sie hier