Bei der Knappschaft Bahn See in Cottbus sollen ab 2021 mehrere Hundert zusätzliche Mitarbeiter Fördermittel für das Bundesarbeitsministerium (BMAS) und weitere Ministerien verwalten. Dies geht aus einem Gesetzentwurf aus dem Ministerium hervor. Dieser liegt der Lausitzer Rundschau vor.

Demnach werden Förderprojekte des Europäischen Sozialfonds ESF sowie Bundesprogramme mit einem jährlichen Volumen von bislang mehr als 700 Millionen Euro künftig in Cottbus gemanagt.

Wann die dafür notwendige Änderung des Gesetzes für die Knappschaft Bahn-See in den Bundestag gelangt, steht laut einer Sprecherin von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) noch nicht fest.

Brandenburger Politiker begrüßen Förderung von Cottbus

Die Vergabe nach Cottbus ist laut BMAS Folge des Eckpunkte-Plans der Bundesregierung zum Strukturwandel. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach von einer guten Nachricht für die Lausitz. Er habe dafür bei Heil geworben. „Ich freue mich sehr, dass das klappt“, sagte Woidke der RUNDSCHAU.

Die LR hatte über bis zu 500 geplante neue Jobs in der Cottbuser Minijob-Zentrale berichtet. Dies käme einer Verlagerung bestehender Aufgaben von anderen Standorten der Knappschaft gleich; davon ist im Gesetzentwurf nicht die Rede.

Der brandenburgische CDU-Landes- und Fraktionschef Ingo Senftleben, bei der Landtagswahl am 1. September Herausforderer von ­Woidke, begrüßte die Entscheidung. Ihm zufolge gibt es außerdem Pläne für einen Standort der Bundesnetzagentur in Cottbus. „Wir brauchen auch Arbeitsplätze in der Wirtschaft“, sagte Senftleben.

Kommentar zu Strukturhilfe für Cottbus Behörden-Jobs allein reichen nicht aus

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