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| 14:48 Uhr

Runde Sache
Strohballenrollen und Leistungspflügen

Sogar der Bauernnachwuchs betätigte sich beim 3. Krieschower Bauernfest am Sonnabend am Krieschower Bäckerberg als Strohballenroller: Hier   Ben, Anna-Sophie ( Mitte) und Elise als Tester. Foto: Marion Hirche
Sogar der Bauernnachwuchs betätigte sich beim 3. Krieschower Bauernfest am Sonnabend am Krieschower Bäckerberg als Strohballenroller: Hier Ben, Anna-Sophie ( Mitte) und Elise als Tester. Foto: Marion Hirche FOTO: Marion Hirche
Krieschow. Krieschower feiern ihr Bauernfest zum dritten Mal mit vielen Attraktionen Von Marion Hirche

( Alle guten Dinge sind drei: Die Krieschower feierten zum dritten Mal ihr Bauernfest am Sonnabend auf dem Bäckerberg, und das ganze Dorf war auf den Beinen. Hunderte Gäste aus der gesamten Region konnten begrüßt werden. „Ich bin mit meinem Enkel hier, weil er immer nur Trecker sehen will“, verriet Brigitte Friebel aus Krieschow. Annette Skotarek freute sich, dass in ihrem Dorf was los ist: „Bei so einem Fest muss man doch mit dabei sein.“

Nach der Traktorenparade zur Eröffnung bekamen die Besucher jede Menge zu erleben, und jeder konnte mitmachen.

Die Eichower Kleintierzüchter, die mit einer kleinen Ausstellung auf ihre nächsten Ausstellungen aufmerksam machten, bekamen gute Tipps von Spree-Neiße-Kreiszuchtwart Wolfram Dubrau zur Arbeit mit ihren Jungtauben. Derweil hatten sich viele bereits am Gehege der zwei Schweine von Heiko Skotarek versammelt. Hier durften die Zuschauer tippen, wie viel die beiden wiegen.

Auch die zehnjährige Tochter Katja verriet nichts. Sie ist bereits ein Landwirtschaftsfan: „Ich helfe beim Füttern. Die Schweine haben ein Haus- und ein Wildschwein als Eltern. Ich gebe auch unseren Hühnern und Kaninchen zu fressen“. Allerdings konnte die Fünftklässlerin nicht verhindern, dass sich einer der Quieker kurz vor dem heißen Veranstaltungsstart selbstständig machte. Die Sau flitzte übers Feld und alle Versammelten Zweibeiner hinterher – großes Gaudi – ungeplant! Am Ende wurde das Tier wieder sicher in den großzügigen Käfig gebracht, René Bzdak aus Kolkwitz hatte den Glücksgriff.

Zu dieser Zeit hatten sich die Kinder schon die Angebote der Freiwilligen Feuerwehr erobert, und einige andere probierten sich beim Strohballenrollen. Zu dritt kullerten die dreijährigen Ben Schadow, Anna-Sophie Koal und die zweijährige Elise Rother den Damen-Strohballen und erwiesen sich da schon geeignet als „Zukunftsbauer“. Der 13-jährige Kay Jeremy Sven Pietsch aus Raddusch nahm es probeweise mit dem Männer-Strohbündel auf – eine Rolle weit größer als er. Die richtigen Experten für diese Disziplin der „Olympischen Spiele von Krieschow“ gingen etwas später an den Start, aber sie hatten wie in den Vorjahren wieder keine Chance gegen Oliver Born. Der Krieschower gewann zum dritten Mal.

Beim Leistungspflügen gingen mehr als zehn Starter ins Rennen, die vorher von Chefschiedsrichter Uli Starke eingewiesen wurden. Unter ihnen auch die Eichower Marko und Paul Marschner und Christopher Quitzk. Die drei kamen sogar mit Trainer nach Krieschow: „Wir haben seit dem letzten Jahr geübt, es geht ja hier um Exaktheit, gerade Linien, Furchentiefe und und und... Das ist ganz schön streng, schließlich gibt es beim Leistungspflügen sogar Weltmeisterschaften. Wir wollen dieses Jahr möglichst viel der 100 Punkte, die jeder Teilnehmer kriegen kann, ergattern“, verriet Vatertrainer Uwe Marschner. Am Ende hatte Paul Marschner die Nase vorn.

Bei dem fröhlichen Fest wurden auch mit Schubkarren um die Wette gelaufen, die Stiefel weit geworfen, Fußball gespielt, und Eier mit dem Löffel transportiert. Zur Stärkung boten Sabine Mattke, Regina Lehmann und Monika Ramoth Kuchen, Bauernsuppe und Schmalzstullen an. Die Jugend grillte. Dank der sehr aktiven Moderation durch „Hübi“ Jörn Hübner wusste auch jeder immer gut Bescheid, was gerade läuft.

Am Abend meinte eine glückliche Sabrina Pohl vom organisierenden Jugend- und Traditionsverein: „Es hat wieder Spaß gemacht, wir haben Lust, weiter zu machen.“