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| 02:32 Uhr

Streit um Regenbogenflagge

Cottbus. Die Organisatoren des Christopher-Street-Days (CSD) in Cottbus zeigen sich irritiert und enttäuscht über die Entscheidung der Stadt, dass die Regenbogenflagge nicht vorm Stadthaus am Erich Kästner Platz gehisst werden darf. Peggy Kompalla

In einem offenen Brief schreiben der CSD Cottbus, die Aids-Hilfe Lausitz, die Brandenburger Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule - Trans Belange sowie der Brandenburger Landesverband Andersartig: "In den vergangenen Jahren haben wir uns von der Stadt Cottbus stets in unseren Aktivitäten für mehr Vielfalt unterstützt gefühlt." Dementsprechend habe auch die Regenbogenflagge über dem Erich Kästner Platz geweht. Doch nun gilt am Stadthaus die Flaggenordnung des Landes Brandenburg. Sie lässt keine Fahnen von Vereinen oder Organisationen zu. Stadtsprecher Jan Gloßmann: "Diese Festlegung dient der Vorsorge, dass die Beflaggung des Erich Kästner Platzes am Stadthaus steuerbar bleibt - und nicht Gruppierungen oder Vereine Anspruch erheben können, deren Fahnen dort niemand sehen will." Die CSD-Organisatoren dazu: "Die Regenbogenflagge ist kein Vereinssymbol, sondern das Symbol der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans, Inter und queeren Menschen für Solidarität, Gleichberechtigung und ein friedliches respektvolles Miteinander." In Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz wehe die bunte Fahne.