(wr) Bewohner der Cottbuser Innenstadt drängen auf Akteneinsicht in den Verwaltungsvorgang zum Einkaufszentrum an der Stadtpromenade. Einen Antrag dazu haben die Mitglieder der Bürgerinitiative „Schönes Cottbus“ und ein Stadtverordneter der Fraktion Unser Cottbus, Frank Mittag, im Rathaus eingereicht. Sie erhoffen sich nach eigener Aussage „umfassende Informationen“ darüber, wie es zum „baulichen Missstand“ am zweiten Bauabschnitt kam. So beklagen die Mitglieder der Bürgerinitiative, die Brachfläche neben dem Blechen-Carré sei ein Schandfleck für Cottbus.

Der Stadtverordnete Frank Mittag erklärt, das Ziel des Antrags sei es, „festzustellen, welche Gründe einer Bebauung entgegenstehen“. Vielleicht lasse sich auf diesem Weg auch ermitteln, wie „der bauliche Missstand am effektivsten und möglichst ohne Auswirkungen auf den städtischen Haushalt behoben werden könnte“. Als Stadtverordneter kann er sich auf die Kommunalverfassung des Landes Brandenburg berufen. Paragraf 29 besagt sinngemäß: Jeder Gemeindevertreter habe das Recht, im Rahmen seiner Aufgabenerfüllung vom Hauptverwaltungsbeamten Auskunft und Akteneinsicht zu verlangen.

Frank Mittag, im Beruf Rechtsanwalt erläutert: „Die Akteneinsicht könnte etwas bringen, wenn sich herausstellt, dass die Stadt doch Möglichkeiten hat, die bisher noch niemand gesehen hat.“ Ohnehin interessiere er sich grundsätzlich dafür, was genau in den Unterlagen zum Einkaufszentrum steht.

Eine Antwort auf den Antrag hat er nach eigenen Worten noch nicht erhalten.