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| 06:40 Uhr

Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst
Streiktag in der Lausitz – das müssen Sie wissen

In den Verwaltungen müssen die Besucher heute auf lange Schlangen einrichten.
In den Verwaltungen müssen die Besucher heute auf lange Schlangen einrichten. FOTO: Christophe Gateau / dpa
Cottbus. In Cottbus und den Südbrandenburger Landkreisen wollen Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung heute streiken. Was bedeutet das für die Bürger? Von Bodo Baumert

Die Gewerkschaft Verdi erhöht mit punktuellen Warnstreiks in ganz Deutschland täglich den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber, um höhere Gehälter für die Angestellten durchzusetzen. Am Donnerstag ist die Lausitz ein Zentrum der Proteste. Die Beschäftigten in den Kommunal- und Kreisverwaltungen in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Spree-Neiße wurden ganztägig zum Warnstreik aufgerufen. In Cottbus sollen Beschäftigte der Stadtverwaltung Cottbus, der Knappschaft-Bahn-See, des Jobcenters und der Bundesagentur für Arbeit ihre Arbeit niederlegen.

„Es wird flächendeckend zu Einschränkungen kommen, punktuell wird sich auch mal gar nichts tun. Behördengänge können also ziemlich lang werden oder auch ausfallen“, hat Verdi-Gewerkschaftssekretär Dirk Höntsch aus Cottbus angekündigt.

Die streikenden Beschäftigten treffen sich ab 10 Uhr in Cottbus vor der Knappschaft-Bahn-See am Knappschaftsplatz 1. Aus den Landkreisen in Südbrandenburg werden Delegationen der streikenden Kommunalbeschäftigten zur Demonstration und Kundgebung in Cottbus erwartet. Von der Knappschaft soll die Demonstration über die Bahnhofsbrücke und über die Bahnhofsstraße zum Stadthaus am Erich-Kästner-Platz führen. Die Kundgebung am Stadthaus am Erich-Kästner-Platz beginnt laut Gewerkschaft etwa 11.30 Uhr.

Betroffen sind auch Rettungsleitstelle Lausitz und die Berufsfeuerwehr in Cottbus. Gewerkschaft und Stadt haben aber einen Notdienst vereinbart, um keine Menschenleben zu gefährden.

Verdi will erreichen, dass die bundesweit rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr. Die nächsten Gespräche mit den Arbeitgebern sind am 15. und 16. April in Potsdam geplant.