| 11:36 Uhr

Verbesserungsvorschläge für Wohnquartier
Streifen für besseres Parken in Sandow

Horst Jürgen Zimmermann lebt seit 1968 in Sandow. Er beobachtet, wie sich die Parksituation in sienem Wohnquartier zunehmend verschärft. Er schlägt vor, dass die Stadt wenigstens die Parktaschen markiert, damit der wenige Parkraum optimal ausgenutz wird.
Horst Jürgen Zimmermann lebt seit 1968 in Sandow. Er beobachtet, wie sich die Parksituation in sienem Wohnquartier zunehmend verschärft. Er schlägt vor, dass die Stadt wenigstens die Parktaschen markiert, damit der wenige Parkraum optimal ausgenutz wird. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Horst Jürgen Zimmermann wünscht sich Markierungen und eine Befestigung wilder Stellplätze.

Horst Jürgen Zimmermann gehört mit zu den ersten, die in das Neubaugebiet von Sandow zogen. 1968 bekam er in der Otto-Grotewohl-Straße eine Wohnung. Seither ist er dem Stadtteil treu geblieben, lediglich die Adresse hat sich mit der Wende geändert. Heute lebt er mit seiner Frau in der Curt-Möbius-Straße. Der 78-Jährige hat die Veränderungen seines Kiezes mitverfolgt, liebt und genießt ihn immer noch gleichermaßen. Es ist sein Zuhause.

Nach der Abwanderung der Nachwende-Jahre und dem damit verbundenen Abriss von Wohnblöcken verjüngt sich das Quartier zunehmend. Damit wächst aber auch ein Problem: Parken wird immer schwieriger zwischen Kahrener-, Möbius- und Muskauer Straße. Horst Jürgen Zimmermann hat einige Vorschläge, wie dem abgeholfen werden könnte.

„Die meisten jungen Familien haben zwei Autos“, sagt Horst Jürgen Zimmermann und schiebt nach: „Das ist nicht mehr wie früher.“ Zur Veranschaulichung zieht er ein Schwarz-Weiß-Foto aus der Jackentasche. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1968. Damals war für Wartburg und Trabi ausreichend Platz. Der Sandower bedauert besonders die Berufstätigen, die abends nach Hause kommen und dann auf Parkplatzsuche gehen müssen.

Dabei gäbe es zumindest eine einfache und schnelle Abhilfe. Wieder zeigt er das alte Foto. „Wenn die Parktaschen ordentlich markiert wären, würde der wenige Platz zumindest optimal ausgenutzt werden“, sagt er.

Tatsächlich wird in dem Wohnquartier längst jede freie Fläche genutzt, um Autos abzustellen. Im Zweifelsfall stehen die Räder dann auf einem Gehweg oder in den Grünanlagen. Das setzt dann schon mal ein Knöllchen. Deshalb wünscht sich Horst Jürgen Zimmermann, dass wenigstens die wilden Parkplätze hergerichtet werden. Vor den Garagen an der Hermann-Hammerschmidt-Straße könnte auf diese Weise zusätzlicher Parkraum geschaffen werden, genauso wie vor den Garagen an der Curt-Möbius-Straße.

Ginge es nach ihm, würde entlang der Kahrener Straße neuer Parkraum geschaffen werden, indem die Rasenfläche verringert wird. „Das wäre natürlich eine größere Investition“, weiß der Sandower. Im gesamten Quartier seien vor den Wohnblöcken von den Vermietern bereits Miet-Parkplätze geschaffen worden. Aber auch die reichen nicht aus. „Da bekommt man nur einen, wenn jemand auszieht“, erzählt Horst Jürgen Zimmermann.

Das Quartier erfreut sich allerdings großer Nachfrage. Kaum eine Wohnung ist frei. Mehrere Blöcke werden gerade saniert. Die eG Wohnen baut an der Kahrener Straße sogar zwei neue Häuser mit insgesamt 14 Wohnungen. Der Stadtteil Sandow kommt.

Blick auf die Otto-Grotewohl-Straße (heute Curt-Möbius-Straße) / Ecke Hans-Beimler-Straße in Sandow im Jahr 1968. Damals war das Wohngebiet frisch errichtet und es gab schon markierte Parktaschen.
Blick auf die Otto-Grotewohl-Straße (heute Curt-Möbius-Straße) / Ecke Hans-Beimler-Straße in Sandow im Jahr 1968. Damals war das Wohngebiet frisch errichtet und es gab schon markierte Parktaschen. FOTO: Horst Jürgen Zimmermann
(Peggy Kompalla)