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| 17:00 Uhr

Arbeit in extremer Hitze
Auto-Slalom führt durch Madlow

 Joachim Ecker von der Firma STR beaufsichtigt die Arbeit an den Bahngleisen.
Joachim Ecker von der Firma STR beaufsichtigt die Arbeit an den Bahngleisen. FOTO: LR / René Wappler
Cottbus. Straßenverkehr schlängelt sich an Baustellen für Bahngleise und Kanalsanierung vorbei.

Am Mittwoch hat sich die Madlower Hauptstraße für einen Tag in die längste Slalomstrecke von Cottbus verwandelt. Denn neben den Bauarbeiten an der Straßenbahnlinie kam es auch noch zu einer Kanalsanierung. In Schlängellinien schlichen die Autos an den Baustellen vorbei.

Schatten breitet sich nur im Fahrzeug aus, das von unten bis oben voller Technik steckt, links und rechts von einem schmalen Mittelgang. Peter Ostler schaut von dort hinunter auf das geöffnete Gulliloch. „Der Kanal wird ausgefräst und neu gebohrt“, erläutert er. „Dann spülen wir ihn durch, damit er sauber bleibt.“ Bei gewissenhafter Arbeit sei die nächste Sanierung erst in 20 Jahren nötig. Fünf Stunden brauchen Peter Ostler und sein Kollege für den Auftrag in der Madlower Hauptstraße, zwischen dem Abzweig zur Gelsenkirchener Allee und der Wendeschleife der Straßenbahn. Über die Mittagshitze sagt der Fachmann: „Das geht schon irgendwie, wir haben ja genügend Getränke dabei.“

Arbeitszeit nach vorn verlegt

Weitaus länger als fünf Stunden, nämlich bis Anfang August, dauert wiederum die Arbeit an den Straßenbahngleisen in der Madlower Hauptstraße. Dort bleibt die Fahrbahn für Autos in Richtung der Innenstadt gesperrt, bis das Projekt beendet ist. Der Geschäftsführer der Firma STR, Joachim Ecker, läuft über die Baustelle, ein Ohr am Mobiltelefon. Ein Baggerfahrer schützt sich mit einer Sonnenbrille vor dem grellen Mittagslicht. Derzeit fangen die Mitarbeiter des Unternehmens schon morgens um sechs Uhr an, damit sie gegen 14 Uhr wieder nach Hause fahren können, zwei Stunden früher als sonst üblich. Der Chef sagt: „So können wir uns ein wenig auf die extreme Hitze einstellen.“ Eine Weiche und ein Gleisstück bauen die Fachleute nördlich vom Abzweig zur Gelsenkirchener Allee ein.

In der nächsten Woche begeben sie sich zur Wendeschleife in Madlow, wo sie sich um den künftigen Umsteigebahnhof kümmern. Dort werden die Bauarbeiten voraussichtlich im Dezember abgeschlossen sein. Nach den Plänen von Cottbusverkehr dient die Wendeschleife danach auch als Haltestelle für regionale Buslinien. Darüber hinaus soll ein Bus aus Madlow einmal in der Stunde direkt zum Cottbuser Bahnhof und zurück fahren.

 Die Wendeschleife ist schon für die nächste Bau-Etappe eingerichtet.
Die Wendeschleife ist schon für die nächste Bau-Etappe eingerichtet. FOTO: LR / René Wappler
 Peter Ostler (vorn) und sein Kollege sanieren einen Kanal in der Madlower Hauptstraße.
Peter Ostler (vorn) und sein Kollege sanieren einen Kanal in der Madlower Hauptstraße. FOTO: LR / René Wappler