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Stolpersteine in Cottbus

Cottbus.. Die ersten elf „Stolpersteine“ in Cottbus werden am morgigen Donnerstag verlegt. Die Idee der „Stolpersteine“ stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, dessen Kunstprojekt zum Ziel hat, an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern.

Er wird vor fünf ehemaligen Wohnorten jüdischer Mitbürger die Steine verlegen. Sie tragen die Namen der ehemaligen Bewohner und Angaben zum Deportationsschicksal. Die Aktion beginnt um 10.30 Uhr vor dem Haus Bahnhofstraße 62, wo zur Erinnerung an den Rechtsanwalt und Notar Hermann Hammerschmidt, der erste "Stolperstein" ins Pflaster eingelassen wird. Weitere "Stolpersteine" werden für seine Geschwister Fritz und Walter Hammerschmidt, Hertha Goertel sowie seine Cousine Frieda Glasfeld verlegt.
Um 11.15 Uhr werden zwei "Stolpersteine" für Georg und Adele Schlesinger vor dem Haus Bahnhofstraße 51 gesetzt. Georg Schlesinger war ab 1936 Vorsteher der jüdischen Gemeinde. Gegen 11.45 Uhr folgen zwei "Stolpersteine" vor dem Haus Lieberoser Str. 5a, hier wohnten einst die Rentnerinnen Bianka und Martha Karger. Bernhard Freykors wird um 12.15 Uhr vor dem Schlosskirchplatz 3 gedacht. Der letzte "Stolperstein" dient dem Gedenken der Witwe Bertha Pakulla. Er wird um 12.45 Uhr vor der Neustädter Straße 13 eingesetzt. Der Tag der ersten "Stolperstein"-Verlegung klingt ab 17 Uhr im Foyer des Rathauses, Neumarkt 5, mit einer Veranstaltung aus, bei der u. a. Ulrich Hammerschmidt, Sohn des ermordeten Hermann Hammerschmidt, anwesend sein wird.
Möglich wurde die Verlegung der "Stolpersteine" durch Spenden aus der Cottbuser Bevölkerung und des Umlandes. Im Oktober 2005 hatte die Stadtverordnetenversammlung auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen beschlossen, die Verlegung von "Stolpersteinen" zu unterstützen. (pm/kg)