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| 16:37 Uhr

Burg
Stichwahl in Burg

 Bürgermeisterin Ira Frackmann (CDU) ist enttäuscht, es nicht im ersten Anlauf geschafft zu haben.
Bürgermeisterin Ira Frackmann (CDU) ist enttäuscht, es nicht im ersten Anlauf geschafft zu haben. FOTO: privat
Burg. Amtierende Bürgermeisterin verfehlt notwendige Mehrheit. Von Silke Halpick

Für die Burger ist die Kommunalwahl noch nicht vorbei. Sie müssen am 16. Juni nochmal ran:  um die künftige Bürgermeisterin zu küren. Die Amtsinhaberin Ira Frackmann (CDU) verfehlte am Sonntag mit 41,2 Prozent die notwendige Mehrheit von 50 Prozent und muss sich nun in der Stichwahl der abgesetzten Amtsdirektorin Petra Krautz („Bündnis für Burg“) stellen, die auf 35,7 Prozent der Stimmen kam.

Mit einem guten Gefühl geht Petra Krautz in die Stichwahl, wie sie gegenüber der RUNDSCHAU sagt. Ira Frackmann hingegen sei „schon ein bisschen enttäuscht“, dass es „trotz vieler Unterstützer“ nicht im ersten Anlauf geklappt hat, wie sie einräumt. Die Kommunalpolitik liegt ihr im Blut. Ihr Vater war der erste Amtsdirektor in Burg, wie sie erzählt. Schon am Montagmorgen bekam sie viele Glückwünsche, nachdem sie bereits voreilig auf der RUNDSCHAU-Internetseite und im Radio als Siegerin vermeldet worden war.

Großer Gewinner der Kommunalwahl 2019 in Burg ist die Wählergruppe „Bündnis für Burg“ (BfB). Mit insgesamt 30,6 Prozent ist sie die stärkste Kraft in der Spreewaldgemeinde, gefolgt von der CDU (22,4 Prozent) und der Wählergruppe „Gemeinsam für Burg“ (GfB) mit 21,9 Prozent. Nicht angetreten ist die AfD in Burg.

„Überrascht“ von diesem Ergebnis ist selbst BfB-Chef Reinhard Selka. Gerechnet hatte er mit zwei Plätzen. Nun stehen der Wählergruppe fünf Mandate zu. „Wir haben den Wahlkampf nicht überstrapaziert“, sagt Selka. Er hofft, dass die neue Gemeindevertretung „zur Sachlichkeit zurückfindet“. Oberste Priorität habe für ihn der Neubau der Mehrzweckhalle. Gemeinsam mit der BfB-Fraktion in die Gemeindevertretung hat es auch Siegbert Budi­schin geschafft, der bei der vergangenen Kommunalwahl noch für die SPD antrat.

Mandate eingebüßt haben die anderen Fraktionen. Nur noch mit einem einzigen Platz vertreten ist die SPD (vorher drei). Die Wählergruppe „Gemeinsam für Burg“ hat drei statt vier Sitze. CDU und Wählergemeinschaft „Landwirtschaft und Umwelt“, die in der vergangenen Legislaturperiode eine gemeinsame Fraktion bildeten, kommen nun nur noch auf fünf statt sechs Mandate.

Als ganz neues Gesicht zieht Hans-Jürgen Dreger in die Burger Gemeindevertretung ein. Der Einzelkandidat, der über keinerlei kommunalpolitische Erfahrung verfügt, scheiterte zwar bei der Bürgermeisterwahl mit 23,1 Prozent. Doch er erhielt 457 Stimmen für die Gemeindevertretung. Das ist das drittbeste Ergebnis überhaupt, gleich hinter Petra Krautz (632 Stimmen) und Ira Frackmann (617 Stimmen). Von sich selbst sagt Dreger, dass er parteilos und evangelisch ist sowie viele Menschen in Burg kenne. Als passionierter Imker fühle er sich am ehesten der Bienenpartei verbunden. Dreger will viele kleine Dinge, die ihn ärgern, verändern und Burg voranbringen, sagt er.

Die erste konstituierende Sitzung der Burger Gemeindevertretung wird erst nach der Bürgermeister-Stichwahl erfolgen, die am 16. Juni stattfindet.

 Die abgesetzte Amtsdirektorin Petra Krautz hat ein „gutes Gefühl“ bei der Stichwahl, wie sie sagt.
Die abgesetzte Amtsdirektorin Petra Krautz hat ein „gutes Gefühl“ bei der Stichwahl, wie sie sagt. FOTO: Kerstin M“bes
 Logo Wahlen 2019
Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin
 Bürgermeisterin Ira Frackmann (CDU) ist enttäuscht, es nicht im ersten Anlauf geschafft zu haben.
Bürgermeisterin Ira Frackmann (CDU) ist enttäuscht, es nicht im ersten Anlauf geschafft zu haben. FOTO: privat
 Die abgesetzte Amtsdirektorin Petra Krautz hat ein „gutes Gefühl“ bei der Stichwahl, wie sie sagt.
Die abgesetzte Amtsdirektorin Petra Krautz hat ein „gutes Gefühl“ bei der Stichwahl, wie sie sagt. FOTO: Kerstin M“bes