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| 01:31 Uhr

Stetiger Kampf für Cottbuser Geschichte

Vor der Führung hat es gestern ein Glas Sekt gegeben. Foto: Ufer
Vor der Führung hat es gestern ein Glas Sekt gegeben. Foto: Ufer FOTO: Ufer
Cottbus. Eine zweitägige Kampfpause ist am Wochenende im Brandenburger Apothekenmuseum in Cottbus eingekehrt. Mit der Festveranstaltung am Samstag und dem Tag der offenen Tür am Sonntag wurde an die Eröffnung im Jahr 1989 erinnert. ru

Schon der Einweihung der ersten derartigen Einrichtung in der DDR waren lange Auseinandersetzungen vorausgegangen. Der Parteiführung war Cottbus zu klein für dieses Museum und die Gebäudesanierung zu aufwändig. „Nach der Genehmigung war täglicher Streit mit den eher auf Abriss eingerichteten Baubetrieben angesagt“, erinnerte sich Gründer Ulrich Gerasch.

Parallel stellten viele Apotheker wertvolle Exponate zur Verfügung. Auch nach der Wende blieb der Kampf der ständige Begleiter des Museums. „Trotz Unterstützung durch Landesapothekerverband, Landesapotherkammer und viele Vertreter des Berufsstandes ist es schwierig, Jahr für Jahr die Kosten aufzubringen“, sagte Fördervereinsvorsitzende Karen Pank.

Am Wochenende überwog die Freude darüber, die Apotheke als Ort der Stadthistorie erhalten zu haben, für die im Jahr 1568 das Privileg erteilt worden war.

400 Jahre überdauerte sie Stadtbrände und Kriege und ist nach Ober- und Klosterkirche der Cottbuser Bau, der am längsten seine Funktion beibehielt. 3500 Neugierige werden nach Auskunft der Mitarbeiter pro Jahr durch das Haus geführt. Zum Jubiläum gab es zwei wertvolle Bücher, eine Spende, gute Wünsche. „Wir können nicht weit vorausblicken, aber wir machen weiter“, versprach Museumschefin Annette Schiffner.