Mit Trillerpfeifen gegen den Tagebau: Rund 750 Menschen haben laut Veranstalter bei einem Sternmarsch lautstark gegen den geplanten Braunkohletageabbau in der Lausitz protestiert. Aufgerufen hatten dazu die Einwohner aus den Orten Grabko, Kerkwitz und Atterwasch, die wegen des Tagebaus verschwinden würden.

Unterstützt wurden sie von Nachbarorten sowie Gegnern der unterirdischen CO2-Verpressung aus Beeskow (Oder-Spree). Selbst aus dem polnischen Brody und aus im Rheinland betroffenen Regionen kamen Teilnehmer, hieß es. Die rund 900 Einwohner der bedrohten Orte wehren sich angesichts der Diskussion um die künftige Brandenburger Energiestrategie gegen einen geplanten Braunkohletagebau Jänschwalde-Nord und gegen den Neubau eines Kohlekraftwerkes in Jänschwalde (Spree-Neiße). Zu den Initiatoren des inzwischen fünften Sternmarsches zählen auch Menschen aus Orten, die von einer Randlage am Tagebauloch bedroht sind - beispielsweise Schenkendöbern und Guben.

„Mit dem Scheitern des CCS-Gesetzes müssen auch die vom Tagebau bedrohten Dörfer gerettet werden“, meinte Initiativen-Sprecherin Silvia Borkenhagen. „Wir fordern, dass die Landesregierung ihre Versprechen hält und nicht unter fadenscheinigen Vorwänden die Planung neuer Tagebaue fortsetzt.“ Wirtschaftsminister Ralf Christoffers Ralf Christoffers neue Suche mit diesem Objekt verfeinern nach diesem Objekt Verfügbare Bedeutungen: Christoffers (55) - deutscher Politiker (Linke) hatte vergangene Woche angekündigt, die Planverfahren zur Abbaggerung der Dörfer weiterführen zu wollen.

Bis zum Frühjahr will sich die Landesregierung dazu in ihrer Energiestrategie festlegen. Der Sternmarsch wird zum Beginn jedes Jahres in der Region veranstaltet. Er hat mit der Bekanntgabe der neuen Tagebau-Pläne durch Ministerpräsident Matthias Platzeck Matthias Platzeck neue Suche mit diesem Objekt verfeinern nach diesem Objekt Verfügbare Bedeutungen: Platzeck (58) - deutscher Politiker und Ingenieur (SPD SPD neue Suche mit diesem Objekt verfeinern nach diesem Objekt Verfügbare Bedeutungen: SPD ) im Jahr 2007 begonnen. Nach Angaben der Initiative soll der Protest am 6. Januar 2013 mit einem weiteren Sternmarsch fortgesetzt werden.