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Steinmetz zieht mit Maschine in den Park

Maik Brunzel wird mit der Strahlmaschine im Branitzer Park arbeiten.
Maik Brunzel wird mit der Strahlmaschine im Branitzer Park arbeiten. FOTO: pk
Cottbus. Steinmetzmeister Maik Brunzel wird in der kommenden Woche elf Findlinge im Branitzer Park bearbeiten. Dabei kommt seine Strahlmaschine zum Einsatz. Peggy Kompalla

Das Gerät ist zwar transportabel, aber so groß und schwer, dass er das nur mit der Hilfe eines Mitarbeiters bewerkstelligen kann. Die Männer werden im Auftrag der Branitzer Stiftung aus den Findlingen Wegweiser für die Besucher machen. Das Orientierungssystem im Park soll vereinheitlicht werden.

Parkleiter Claudius Wecke erzählt, wie die Idee entstand: "Wir haben Findlinge aus den 20er- und 30er-Jahren gefunden, die mit römischen Zahlen - der alten Wegmarkierung - behauen waren. Die sind nach all den Jahren noch immer gut zu sehen." Das sei nicht nur praktisch, sondern auch dem Ort angemessen. "Auch die Denkmalpflege war davon begeistert." Landschaftsarchitekt Hagen Engelmann hat das Konzept erarbeitet. "Das wollen wir nun in Etappen umsetzen", so Parkleiter Wecke.

Derzeit gibt es im Park verschiedene Varianten der Wegmarkierung: aufgemalte Piktogramme oder Schriftzüge aus Metall auf Findlingen. Diese sollen nach und nach von den neuen Markierungen ersetzt werden. Den Anfang machen elf Steine entlang der Hauptwege.

Für Steinmetz Brunzel ist das eine schöne, wenn auch anstrengende Aufgabe. "Es ist zwar aufwendig, aber ich mache das gern", sagt er. Die Findlinge liegen bereits an Ort und Stelle. "Das bedeutet, dass wir auf Bodenhöhe arbeiten." Das klassische Einhauen ist damit fast unmöglich. Deshalb kommt die Strahlmaschine zum Einsatz, zumal die Piktogramme auf diese Weise noch klarer werden.

Die Steine sind zum Großteil aus dem Bestand. Nur drei neue wurde aufgestellt. "Sie haben alle unterschiedliche Oberflächen und stehen unterschiedlich - manche flach, andere steil", sagt Maik Brunzel. Er wird die Worte Schloss und Pyramiden als Orientierungshilfe einstrahlen. Dazu kommen noch die Piktogramme für Parkplatz, Gastronomie, WC und Gondel. "Hoffentlich schaffen wir das alles an einem Tag", sagt Maik Brunzel.