| 14:25 Uhr

Steffen Schlösser ist der neue Prebislav

Die Darsteller der Spreewälder Sagennacht besichtigten gestern das Gelände am Bismarckturm. Die Aufnahme mit Wendenkönig-Darsteller Steffen Schlösser, Woda-Darstellerin Stefanie Masnik und Wuz-Darsteller Petr Cyz (v.l.) entstand auf dem Schlossberghof am Annemarie-Schulz-Haus.
Die Darsteller der Spreewälder Sagennacht besichtigten gestern das Gelände am Bismarckturm. Die Aufnahme mit Wendenkönig-Darsteller Steffen Schlösser, Woda-Darstellerin Stefanie Masnik und Wuz-Darsteller Petr Cyz (v.l.) entstand auf dem Schlossberghof am Annemarie-Schulz-Haus. FOTO: Hirche/jul1
Burg. Pfingsten steigt am Burger Bismarckturm die zehnte Spreewälder Sagennacht. Unter dem Titel "Die Hoffnung" wird ein neues Kapitel um den legendären Wendenkönig aufgeschlagen. Marion Hirche / jul1

Die Vorbereitungen für die zehnte Spreewälder Sagennacht am Burger Bismarckturm laufen auf Hochtouren. Der Kartenvorverkauf für die Aufführungen am 3., 4. und 5. Juni laufe bereits besser als in den Vorjahren, heißt es von der Gemeinde Burg. Für die hohe künstlerische Qualität bei der neuen Geschichte um den Wendenkönig mit dem Titel "Die Hoffnung" bürgt zum dritten Mal das Sorbische Nationalensemble Bautzen.

Mit Jewa-Marja Cornakec als Autorin und Stefan Haufe als Regisseur haben auch in diesem Jahr Kenner der Sagennacht die Fäden in der Hand. Ebenfalls in der Solisten-Crew sind viele "Wiederholungstäter", allen voran die Lutki-Darstellerinnen Dorota Farkas als Jolka und Julia Schmidt als Jorko. "Wir üben schon wieder fleißig das richtige Fallen, damit wir wieder die Wiese vom Schlossberg runter kullern können", scherzten sie am Mittwoch bei der Pressekonferenz zu diesem Pfingstereignis.

Einer ist ganz neu dabei: Steffen Schlösser als Darsteller des Wendenkönigs Prebislav. "Die slawische Sprache, das war für mich was völlig Neues. Ich habe aber einen guten Sprachcoach und habe viel gelernt. In den Spreewald verliebt habe ich mich schon früher - beim Paddeln. Da habe ich auch schon Spreewälder Gurken auf dem Wasser genascht. Jetzt bin ich hier an Land gekommen", sagte der gebürtige Wormser, der in den zurückliegenden Jahren in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin auf der Bühne gestanden hat.

Genau wie er freuen sich alle auf das Jubiläumsspektakel. "Wir sind jetzt alle im Sagennacht-Fieber, schließlich ist es eine der größten Produktionen für uns im Jahr und kommt unserer Intension, noch präsenter in der Niederlausitz sein zu wollen, sehr entgegen", versicherte gestern die Geschäftsführerin des Sorbischen Nationalensemble Diana Wagner.

Neben der eigentlichen Geschichte ist auch wieder ein Vorprogramm geplant, das diesmal um 19.30 Uhr beginnt. Sehr anschauliche Erklärungen mit Laiendarstellern aus der Region wird es da über die Sagenfiguren und über das Spreewälder Handwerk geben. Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger sprach gestern von einer "Geschichtsstunde mit Erlebnisfaktor" und sagte seine Unterstützung auch für kommende Sagennächte zu. Die Burger Amtsdirektorin Petra Krautz nutzte die Chance zur Danksagung an die vielen freiwilligen Helfer. Nicole Schlenger vom Tourismusamt kündigte ein von Landskron gebrautes Sagennachtbier an.

Und auch Regisseur Stefan Haufe machte neugierig: "Es wird diesmal eine Zauberschlangenhaut geben, mit der Verwandlungen in andere Wesen möglich sind, und der Schlangenkönig wird zum Tyrann: Er stellt eine eigene Armee auf. Für jede Menge Trubel ist also gesorgt".

Zum Thema:
Karten für die Spreewälder Sagennacht sind in der Touristinformation Burg, im Online-Shop www.BurgimSpreewald.de sowie an der RUNDSCHAU-Tickethotline 0355 481555 erhältlich. Sie kosten 20 Euro für Erwachsene sowie 8,50 Euro (12-17 Jahre). Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt.