Dennoch musste die lange Kolonne nicht nur auf dem Altmarkt immer wieder anhalten, damit Neugierige einen Blick auf die Veteranen werfen und fotografieren konnten. Bei vielen Schaulustigen reifte dabei der Wunsch, selbst einmal eine Runde mit einem der Oldtimer aus Brandenburg, Sachsen oder Berlin zu fahren.
Viele erfüllten sich diesen Wunsch später auf dem Flugplatzgelände. Ständig rollten Motorräder mit Beiwagen, Geländewagen und kleine Lkw von dort aus in Richtung Stadt.
Die echten Stars der Ausstellung mussten aber auf dem Areal verbleiben. Schützen- und Bergepanzer, der gepanzerte Mannschaftstransporter der Artillerie und der russische Weltkriegspanzer vom Typ T 34 hätten wohl mit ihren Ketten den Straßen unübersehbare Schäden zugefügt.
Stattdessen wühlten sich die Kolosse ebenso wie einige schwere Lkw riesige braune Staubwolken aufwirbelnd durch den losen Sand am Rande der früheren Start- und Landebahn. Große Besuchergruppen ließen sich trotz Lärm, Staub und Auspuffqualm nicht von einer solchen Tour abhalten, selbst wenn sie Spuren auf der Kleidung und den Gesichtern hinterließ. Nicht nur die Männer sondern ganze Familien gaben sich diesem Vergnügen hin.
Obwohl Militär- und Nutzfahrzeughalter eingeladen waren, hatten mehr als 80 Prozent der Oldtimer eine wehrhafte Vergangenheit. Es dominierten Fahrzeuge der NVA und der sowjetischen Armee. Hinzu kamen Oldtimer der US-Army und alte deutsche Fahrzeuge.
„Das Besondere an unserer Veranstaltung ist der hohe Anteil von Frauen, die ihre Männer zur Vorstellung der Oldtimer begleiten oder in einigen Fällen selbst welche besitzen. Das gibt dem Treffen eine eigene Atmosphäre, die sich in der großen Zahl von Familien widerspiegelt, die neben den Technikinteressierten zu uns kommen“ , sagte Mitorganisator Eckhard Reibe vom Förderverein des Flugplatzmuseums. „Zum ersten Treffen kamen nicht einmal ein halbes Dutzend Fahrzeuge, in diesem Jahr waren es über 60. Viele Fahrzeuge waren an beiden Tagen zu bestaunen.“