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| 17:25 Uhr

Bildung in der Lausitz
Statistik beleuchtet Daten zum Beginn des Schuljahres

 Der Leiter des Staatlichen Schulamtes, Uwe Mader, an seinem Arbeitsplatz in der Blechenstraße.
Der Leiter des Staatlichen Schulamtes, Uwe Mader, an seinem Arbeitsplatz in der Blechenstraße. FOTO: LR / René Wappler
Fachleute legen aktuelle Zahlen für Cottbus und den Spree-Neiße-Kreis vor.

795 Schulanfänger gibt es in Cottbus, 878 im Spree-Neiße-Kreis. Das teilt die stellvertretende Leiterin des Staatlichen Schulamtes mit, Cornelia Orphal. Insgesamt liegt die Planzahl für Cottbus bei 10 999 Schülern, 150 weniger als im vergangenen Jahr. Im Spree-Neiße-Kreis registriert das Amt 11 729 Schüler. Das sind wiederum 69 weniger als im Vorjahr.

Wie die Mitarbeiter des Schulamtes berichten, liegen die Klassenstärken im Spree-Neiße-Kreis durchschnittlich bei 25 Schülern. Für Cottbus gilt das Prinzip: Je begehrter das Wohnviertel, desto eher zeichnet sich dieser Trend auch in den Schulen ab. So spiegelt sich der Zuzug in der Cottbuser Innenstadt in höheren Schülerzahlen wider.

Die Erich-Kästner-Grundschule an der Puschkinpromenade in Cottbus weist eine durchschnittliche Klassenstärke von 24,9 Schülern auf. Das Max-Steenbeck-Gymnasium zählt unterdessen im Durchschnitt 24,5 Schüler pro Klasse und das Fürst-Pückler-Gymnasium in der Obhut des Spree-Neiße-Kreises 27,8 Schüler.

Lehrkräfte fehlen

„Sehr zufrieden“ äußert sich die stellvertretende Leiterin des Staatlichen Schulamtes über die Klassenstärken in den Grundschulen, die sich im Durchschnitt auf 20 bis 21 Kinder einpegeln.

Allerdings fehlen „massiv“ Lehrkräfte an etlichen Grundschulen und Oberschulen, wie auch der Leiter des Schulamtes bestätigt, Uwe Mader. Das sei unter anderem in Guben und Forst der Fall. Sehr gute Erfahrungen habe das Schulamt mit polnischen Lehrkräften gesammelt, von denen es im Bereich der Institution inzwischen schon mehr als 20 gebe.

Das Staatliche Schulamt mit Hauptsitz in Cottbus ist nicht nur für Cottbus und den Spree-Neiße-Kreis zuständig, sondern auch für Oberspreewald-Lausitz, den Elbe-Elster-Kreis und den Landkreis Dahme-Spreewald. Zu diesem gesamten Bereich der Institution zählen ungefähr 180 Schulen mit 4800 Lehrkräften.

Vor allem im südlichen Bereich des Berliner Speckgürtels registriert die Statistik des Schulamtes deutlich steigende Schülerzahlen. Auch darin äußert sich die grundsätzliche Tendenz, dass die Klassenstärke dort höher ist, wo sich junge Familien besonders gern niederlassen.