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| 02:34 Uhr

Startschuss zum Lauf-Jubiläum steht bevor

Der Cottbuser Oktoberlauf geht dieses Jahr in seine 40. Auflage.
Der Cottbuser Oktoberlauf geht dieses Jahr in seine 40. Auflage. FOTO: mih1
Cottbus. Es ist schon ein besonderes Jubiläum, wenn im Cottbuser Sportzentrum am 5. Oktober der Startschuss zum nunmehr 40. Oktoberlauf fällt. Dieser Lauf für Leistungs- und Volkssportler ist aus der Laufbewegung nicht mehr wegzudenken, er wird zu einem ständigen Sportereignis in der Lausitz. Wolfgang von der Burg/vdb1

Am Anfang war es nur eine Idee vom damaligen Cottbuser Sportlehrer Klaus Sabielny und Sportfunktionär Hartmund Herrmann. Man wollte einen Lauf ins Leben rufen, der vom Sportzentrum aus durch die Madlower Schluchten und angrenzende Gemeinden führte. Anfangs war der Oktoberlauf mehr ein Ereignis für Insider und Lauf-Enthusiasten.

Der Anfang war bescheiden, mit 199 Läufern 1975. Damals mit dabei war der heutige Organisations-Chef Günter Sägebrecht als Marathonläufer. Die Popularität des Massensport-Ereignisses steigerte sich bald und 1983 konnten sich die Organisatoren über den Rekord von 2200 Teilnehmern über die einzelnen Distanzen freuen. Doch nicht nur Läufer aus der Lausitz waren am Start, sie kamen aus der ganzen damaligen DDR und später auch aus vielen Ländern Europas wie Frankreich, Belgien, Irland, Polen, Holland und der früheren Tschechoslowakei. Auch viele Sport-Stars aus Cottbus wie Gunhild Hoffmeister, Ulrike Bruns oder Stephan Freigang ließen es sich nicht nehmen, dabei zu sein.

Neben großem organisatorischem Aufwand hatten aber viele Oktoberlauf-Jahrgänge so einige Anekdoten bereit. Einmal kam eine Spitzengruppe mit Hans-Henning Bräutigam vom SC Cottbus von der Strecke ab und musste eine gesperrte Spree-Brücke überwinden.

Gefährlich wurde es einmal beim Ausschildern der Strecke für Gerhard Schirmer und Hartmund Herrmann, die an der Spree bei Bräsinchen von einem Jäger beschossen wurden, der sie für Rehwild hielt.

An der Spree bei Frauendorf fühlte sich wohl ein Datschen-Besitzer in seiner Ruhe gestört und veränderte kurzerhand die Strecken-Markierungsschilder, was dazu führte, dass die Spitzengruppe zunächst in Richtung Spremberg weitergelaufen war.

Angenehm für viele Läufer war auch, dass es beim Marathon ab Kilometer 27 helles Bier als Flüssigkeit gab, weil ein Sportmediziner der Meinung war, im Cottbuser hellen Bier sind alle Mineralien enthalten, die ein Sportler für die lange Strecke benötige.

Aber auch die Verpflegungs-Depots an der Strecke konnten interessante Zahlen vorweisen. So wurden beispielsweise bei einem Lauf 700 Liter Tee, 100 Liter Gulaschsuppe, 100 Liter Haferschleim, 120 Kilogramm Bananen, 180 Kilo Äpfel, 50 Kilo Bockwurst, 30 Kilo Schnitzel und rund 600 Flaschen Fruchtsaft von den Akteuren vertilgt.

Nach der politischen Wende 1990, ging es ziemlich zäh weiter, die Teilnehmerzahlen fielen beispielsweise 1992 auf 250. Doch Dank der engagierten Arbeit einer Handvoll Optimisten fand der Oktoberlauf bald wieder seinen festen Platz im Laufkalender. Heute freut sich Organisations-Chef Sägebrecht schon wieder auf das Jubiläum: "Ich hoffe wir haben tolles Wetter und eine Läuferschar, die diesem Jubiläum würdig ist."

Infos und mehr gibt es unter www.lc-cottbus.de

Zum Thema:
Veranstaltet wird der Oktoberlauf vom LC Cottbus und der Cottbuser Sportjugend. Die Streckenlängen reichen von Bambino-Lauf (400 m) bis zum Halbmarathon (21,1 km). Erster Start ist um 10 Uhr im Leichtathletik-Stadion des Sportzentrums. Eingebettet in den Oktoberlauf sind auch wieder die Wertungsläufe zum diesjährigen Sparkassen Laufcup 2014 und zum Niederlausitzcup.