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| 19:08 Uhr

Flughafen Drewitz
Startklar fürs Open Air in Drewitz

Thomas Alisch (links) und Lutz Bulda organisieren eine Riesenparty auf dem Flugplatz Drewitz.
Thomas Alisch (links) und Lutz Bulda organisieren eine Riesenparty auf dem Flugplatz Drewitz. FOTO: LR / Daniel Schauff
Drewitz. Thomas Alisch und Lutz Bulda planen eine Riesenparty auf dem Rollfeld – erstmals. Von Daniel Schauff

Ein riesiges Plakat liegt zusammengefaltet in Lutz Buldas Wagen. Um es aus dem Kofferraum zu hieven, braucht es vier Hände. Thomas Alisch packt mit an. Später wird das Plakat vielleicht in Guben hängen, vielleicht irgendwo anders in der Region. Dort wird es auffallen, allein der Größe wegen. Auf dem Drewitzer Flugplatz verschwindet es fast angesichts des riesigen Rollfeldes, des Towers, der Hangars im Hintergrund.

Mitten auf dem Rollfeld soll bald eine riesige Party steigen. Vom 13. bis zum 15. Juli sind insgesamt 25 Künstler in zwei Nächten angesagt – größtenteils Elektro-Musiker, aber auch Hip Hop-Künstler. Eine 90er- und 2000er-Party soll das „ältere“ Publikum ansprechen, sagt Alisch. Erstmals findet eine Veranstaltung dieser Größenordnung auf dem sonst fast verwaisten Flugplatz zwischen Guben und Cottbus statt.

Es war nicht der erste Versuch von Alisch und Bulda, den Flugplatz zum Partygelände zu machen. „Bisher hat kein Weg da rein geführt“, sagt Alisch. Erst mit den neuen Eigentümern hätten er und sein Kompagnon das Okay bekommen. Ein Sicherheitskonzept steht, der Ticketverkauf läuft gut, sagt Bulda. Die Werbung beim Cottbuser Stadtfest habe einiges gebracht. Bulda deutet auf das lange Rollfeld, beschreibt, wo die Hauptbühne stehen wird, wo die beiden anderen Bühnen ihren Platz haben werden. Egal, wie die Premiere in knapp einem Monat laufen wird. „Ein Airfield Drewitz 2019 wird es auf jeden Fall geben“, sagt Lutz Bulda – der Termin sei schon fix.

Bulda und Alisch betonen: Sie wollen etwas für die jungen Leute in der Region machen. Beide kommen aus Guben, Bulda hat sich dort vor allem mit Partys einen Namen gemacht. Alisch lebt mittlerweile in Forst, ist hauptberuflich Assistent der Geschäftsführung im Neuzeller Getränkehandel seines Vaters. Alisch blickt mittlerweile auf eine ganze Liste von Großveranstaltungen, die er als zweites Standbein organisiert hat. „Angefangen haben wir mit Nena im Willmersdorf“, sagt Alisch. Ziemlich genau zwei Jahre ist das her. Alisch hat Karat nach Guben geholt, „Gestört aber geil“ traten ein paar Wochen später auf dem Lok-Platz auf – beide Veranstaltungen waren erfolgreich. Matthias Reim spielte 2017 in Wellmitz, geholt von Alisch. In Forst findet im August ein zweitägiges Open-Air im Rosengarten statt, Vanessa Mai ist dabei, Achim Petry, Sohn von Schlagerbarde Wolfgang, ebenfalls. Organisator: Alisch.

Bei Konzerten sitzt Alexander Reining, ebenfalls gebürtiger Gubener, mit Alisch im Boot, beim Festival setzt der Neu-Forster auf Bulda, mit dem Alisch bereits in der Partyszene in und um Guben unterwegs war. „Wir sind keine Profis“, sagt Lutz Bulda, während die Vorbereitungen für das erste Open Air auf dem Drewitzer Rollfeld alles andere als amateurhaft wirken. Nur noch das Wetter muss mitspielen, sagt Alisch am Montagvormittag. „So wie heute wär’s perfekt.“