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Stadtwerke investieren 1,7 Millionen ins Netz

Projektleiter Stephan Choschzick zeigt die moderne Mittelspannungsschaltanlage, die am Donnerstag in Sachsendorf eingeweiht wurde.
Projektleiter Stephan Choschzick zeigt die moderne Mittelspannungsschaltanlage, die am Donnerstag in Sachsendorf eingeweiht wurde. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Nach einem Jahr Bauzeit ist die neue Mittelspannungsschaltanlage in Sachsendorf am Donnerstag offiziell eingeweiht worden. Die Netzgesellschaft der Stadtwerke – die Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH (EVC) – ersetzt mit dem Neubau eine 40 Jahre alte Anlage. Peggy Kompalla

Dafür hat die Netzgesellschaft nach eigenen Angaben 1,7 Millionen Euro ausgeben.

Die Optimierung des Stromnetzes laufe auch im kommenden Jahr weiter. Das kündigte Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke an. "Die Überprüfung des Mittelspannungsnetzes durch Kabeldiagnostik ist fast abgeschlossen", erklärte er. Das habe sich die EVC allein im vergangenen Jahr rund 300 000 Euro kosten lassen. Durch die Untersuchung des 213 Kilometer langen Netzes könnten Schwachstellen ausgemacht werden. Denn durch den Rückbau und den Bau neuer Wohnsiedlungen verändern sich die Abnahmestrukturen im Stromnetz. Damit können ungenutzte Leitungen und Trafostationen außer Betrieb genommen werden. Dafür werden an anderer Stelle neue Kabelstrecken gebaut.

Stadtwerke-Sprecherin Heike Schumann erklärte: "Ziel ist es dabei, auch hier die Kosten zu senken und die Versorgungssicherheit zu erhöhen." Das sei bereits mit der neuen Mittelspannungsschaltanlage geschehen, versicherte Projektleiter Stephan Choschzick. "Dadurch minimiert sich das Störungsrisiko", erklärte er. Der Neubau ist Teil des Umspannwerkes Sachsendorf, das die EVC in Kooperation mit der Mitnetz Strom betreibt. Aufsichtsratschef Kelch hatte dazu gleich die passenden Zahlen parat: "Die Ausfallzeiten in Cottbus liegen mit neun Minuten je Nutzer und Jahr weit unter dem Bundesdurchschnitt von zwölf Minuten." Deshalb schob er nach: "Die Stromversorgung in Cottbus ist sicher."

Die EVC hat im Jahr 2014 ein neues Umspannwerk in Sandow in Betrieb genommen. Die Kapazitätserweiterung kostete rund zwei Millionen Euro. Dadurch soll das Cottbuser Stromnetz trotz wachsender Strommengen aus Sonne und Wind stabil gehalten werden.