Offenbar steht er mit dieser Abkehr vom Bauvorhaben innerhalb seiner Fraktion allein da. "Ich wollte in der nächsten Stadtverordnetenversammlung dazu einen Antrag einbringen, habe dafür aber nicht die nötige Unterstützung bekommen", sagt er. Grund für seinen Sinneswandel ist demnach die aktuelle Handelsstudie. "Die Studie zeigt eindeutig, dass sich der Handel immer weiter ins Internet verlagert", so Drogla. Deshalb wird ein erweitertes Einkaufszentrum seiner Ansicht zufolge nur Spree Galerie und Sprem gefährden. "Wir müssen unseren Bestand pflegen", betont Drogla. Der Lokalpolitiker könnte sich anstelle des Anbaus als Alternative eine Grünanlage mit überdachter Markthalle vorstellen. Das Grundstück gehört jedoch den Investoren der EKZ Stadtpromenade Cottbus GmbH, die das Blechen-Carré erweitern wollen. Ursprünglich wollten sie dafür bis Ende April einen Finanzierungsnachweis vorlegen. Nach Auskunft des Baudezernates ist er noch nicht eingetroffen.