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Stadtmauer
Stadtmauer-Ziegel kommen erst im Dezember

Die historische Stadtmauer in Cottbus hat einen Wasserbauch. Seit anderthalb Jahren verhindert nur ein Stützgerüst am Stadttor, dass das Jahrhunderte alte Gemäuer einstürzt.
Die historische Stadtmauer in Cottbus hat einen Wasserbauch. Seit anderthalb Jahren verhindert nur ein Stützgerüst am Stadttor, dass das Jahrhunderte alte Gemäuer einstürzt. FOTO: Archivfoto: Michael Helbig / Michael Helbig
Cottbus. Die Reparatur des Bauwerkes verzögert sich weiter und könnte sich sogar bis ins nächste Jahr ziehen.

Die Reparatur der historischen Stadtmauer zieht sich weiter hin. Darüber informiert Stadtsprecher Jan Gloßmann auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Demnach werden die dafür benötigten Ziegel erst Mitte Dezember geliefert. Das Baumaterial muss extra hergestellt werden. „Die beauftragte Ziegelei muss dafür ihre Produktion umstellen“, erklärt der Stadtsprecher. Deshalb dauert die Lieferung so lange. Die Baustelle selbst wurde bereits im Oktober eingerichtet. Für die Reparatur des Baudenkmals, das teils aus dem 15. Jahrhundert stammt, sollen keine modernen Ziegel verwendet werden.

„Wenn es die Witterung zulässt, wird Mitte Dezember die Außenschale der Mauer abgenommen“, erklärt Gloßmann weiter. Dann könne mit der eigentlichen Reparatur begonnen werden. „Es kann aber auch passieren, dass wir die Baustelle erst einmal winterfest machen müssen.“ Dann würden sich die Arbeiten ins neue Jahr verschieben.

Die Stadtmauer wartet bereits seit dem April 2016 auf ihre Reparatur. Seither verhindert nur ein Stützgerüst, dass das Bauwerk einstürzt. Eindringendes Wasser hat das Mauerwerk so stark geschädigt, dass sich eine Ausbauchung gebildet hat. Das hatte ein Gutachter festgestellt. Der Fachmann konnte allerdings nicht zweifelsfrei sagen, wie das Wasser dorthin gelangte. Die Stadt verzichtete daraufhin auf weitere Gutachten.

Für die Reparatur wird den Schätzungen zufolge ein fünfstelliger Betrag fällig.