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Stadt gegen überflüssigem Müll bei Großveranstaltungen

Archivfoto vom Cottbuser Stadtfest 2008
Archivfoto vom Cottbuser Stadtfest 2008 FOTO: Steffen Schwenk
Cottbus. Die Anregung kommt von Grünen und die Linken im Stadtparlament: Sie wollen prüfen lassen, wie sich künftig Abfall auf städtischen Großveranstaltungen vermeiden lässt. Bei Umweltdezernent Thomas Bergner (CDU) treffen sie damit auf offene Ohren. Andrea Hilscher

Bergner: "Wir haben schon öfter versucht, über unsere Sondernutzungssatzung das Abfallproblem in den Griff zu bekommen, sind damit aber bisher wenig erfolgreich gewesen." Da das Thema des Mülls gerade auf Großveranstaltungen aber einen wichtigen Aspekt der generellen Abfallvermeidung darstelle, will sein Dezernat in der zweiten Jahreshälfte ein entsprechendes Konzept erarbeiten. Details dazu sollen im Umweltausschuss besprochen werden.

Nach Vorstellungen von Linken und Grünen könnte bei Veranstaltungen mit mehr als 100 000 Besuchern der Einsatz von Mehrwegbechern- und Geschirr zur Auflage gemacht werden. Auf dem Weihnachtsmarkt, dem Lausitzer Bauernmarkt und dem Stadtfest könnte durch eine Umstellung auf ein Mehrweg- und Pfandsystem für Trinkbecher und Flaschen, Geschirr- und Besteckausgaben erheblich Müll eingespart werden.

André Kaun (Die Linke): "Bei der Gelegenheit könnte man generell diskutieren, wie sich die Sauberkeit in der Stadt verbessern lässt. Wenn man Montagmorgen über die Sprem geht, liegt alles voller weggeworfener Dönerverpackungen." Man solle prüfen, ob sich das über steuerliche Mittel regulieren ließe. Kaun: "Auch die vielen Wegwerfbecher aus den Cafés müssten nicht sein."

Jörg Schnapke (CDU) steht der Diskussion aufgeschlossen gegenüber. "Wir sollten uns Zeit nehmen für das Thema."