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Stadt Drebkau Schützengilde plant Übungsanlage

Drebkau.. Die Drebkauer Schützengilde von 1656 will in den kommenden Jahren ihre Mitgliederzahl deutlich ausweiten. Mit einer eigenen Trainings- und Wettkampfstätte soll die Attraktivität für Kinder und Jugendliche erweitert werden. Zu den Zielen der nächsten Monate gehört auch, weitere Sponsoren für die Res- taurierung der historischen Schützenfahne zu finden. Von Ronald Ufer

„Der von uns vor zwei Jahren gebaute Schießwagen ist ein voller Erfolg. Wir waren in diesem Jahr bei allen Dorffesten dabei und haben viel Zuspruch erfahren“ , meinte der Vorsitzende der Schützengilde von 1656, Johannes Schwenk. „In den kommenden Jahren wollen wir den Verein vor allem personell stärken, viele Bürger haben in den vergangenen Monaten Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet.“
Damit aus diesen Worten weitere Schützen werden, verstärkt der Verein die Bemühungen um eine eigene Schießanlage. Bisher sind die Drebkauer für Training und Wettkämpfe beim Welzower Partnerverein zu Gast. Unter diesen schwierigen Bedingungen litt bisher vor allem die Kinder- und Jugendarbeit.
„Es gibt schon positive Gespräche zum Erwerb und Ausbau einer Halle im Bereich Raakow, wo bereits der Reit- und Fahrverein sein Domizil hat. Der gesamte Komplex soll als Vereinszentrum gestaltet werden“ , kündigte Rüdiger Krause an. Der CDU-Stadtverordnete interessiert sich für eine Mitgliedschaft. Als ersten Schritt erhielt der Verein die Einnahmen aus seiner Ausstellung historischer Ansichtskarten im Café „Alt-Drebkau“ . Auch in die Bemühungen um die Schießhalle und die Gewinnung von Sponsoren will sich der Abgeordnete einschalten.
Eine zweite schwierige Aufgabe ist die aufwändige Restaurierung der Vereinsfahne von 1892, für die weitere Sponsoren gesucht werden. Die Fahne gehört neben einer alten Schützenuniform und einigen Fotos zu den wenigen erhaltenen Stücken der Vereinsgeschichte, die meisten wurden 1945 aus Angst vernichtet.

Hintergrund Die Drebkauer Schützengilde von 1656
 Der Verein mit 20 Mitgliedern entstand 2002 neu. Beim Abriss des alten Vereinshauses wurden Bilder, Schrift- und Musikstücke sowie Urkunden gefunden, darunter die Satzung von 1656. 2002 wurde die alte Gold bestickte Seidenfahne entdeckt und den Verein übergeben.