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Stadt Cottbus setzt auf Vielfalt statt Einfalt

Cottbus. "Vielfalt verbindet" ist das Motto der dritten Interkulturellen Woche, die vom 21. bis 30.September in Cottbus stattfindet. Ulrike Elsner

Wie Jan Schurmann, Integrationsbeauftragter der Stadt, mitteilte, sind in einem Zeitraum von eineinhalb Wochen mehr als 50 Veranstaltungen geplant. Im Mittelpunkt steht dabei das gegenseitige Kennenlernen. Einander begegnen, miteinander sprechen, kochen, singen oder tanzen hilft, Vorurteile abzubauen und einander zu verstehen, so die Intention der Organisatoren.

"Für dieses Ziel haben sich in diesem Jahr verschiedenste Akteure zusammengetan", heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Das Veranstaltungsspektrum reicht von Vorträgen, Diskussionsrunden und Filmen bis zum gemeinsamen Kochen. Zudem stehen Workshops, Konzerte, Spiel-, Sport- und Kreativangebote sowie interkulturelle Feste auf dem Programm.

Zu den Veranstaltungshöhepunkten gehört eine für Donnerstag, 21. September, 16 Uhr, geplante Begegnung im Stadtgarten an der Elisabeth-Wolf-Straße. Am 21. September, 18 Uhr, wird im Obenkino das Literarische Tanzprojekt der Tanzwerkstatt und der Literaturwerkstatt Cottbus "SARA - Sechs Stolpersteine" präsentiert. 83 Stolpersteine erinnern an das Schicksal Cottbuser Juden unter dem Nazi-Regime. Mit sechs Bruchstücken von Biografien, erschütternden Briefen und weiteren Zeugnissen beschäftigten sich junge Tänzerinnen und Autorinnen. Obwohl diese Zeit anfangs unvorstellbar für die Jugendlichen war, haben sie sich in die Geschichten eingefühlt, sich mit Verachtung, Ausgrenzung, Entrechtung, Ghettoisierung und Vernichtung auseinandergesetzt.

"L(i)eben ohne Furcht? Fluchtgrund: Sexuelle Orientierung" ist das Thema eines Vortrags von Rechtsanwältin Barbara Wessel. Die Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg findet am 21. September, 19 Uhr, im Quasi-Mono statt.

Am Montag, 25. September, 10 Uhr, lädt die Kontaktstelle "Frauen für Frauen" ins Sandowkahn zum Interkulturellen Frauenfrühstück ein. Am 25. September, 17 Uhr, wird in der Oberkirche St. Nikolai die Ausstellung "Menschenbilder" eröffnet.