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Denkmal ausgeschrieben
Neuer Anlauf für Zukunft des Kahrener Schulgebäudes

Cottbus. Die Stadtverwaltung Cottbus will die Kahrener Schule veräußern. Zwei Versuche, einen Investor für das seit zehn Jahren leerstehende mittlerweile denkmalgeschützte Gebäude zu finden, waren in der Vergangenheit gescheitert. Es fehlte einfach an Bewerbern. Der idyllisch direkt am Park gelegene Bau mit dem 60er-Jahre-Charme hat aber jede Menge Potenzial. Darin sind sich die Kahrener einig. Auch wenn der lange Leerstand dem Gebäude langsam zusetzt.

(ue) Die Stadtverwaltung Cottbus will die Kahrener Schule veräußern. Zwei Versuche, einen Investor für das seit zehn Jahren leerstehende mittlerweile denkmalgeschützte Gebäude zu finden, waren in der Vergangenheit gescheitert. Es fehlte einfach an Bewerbern. Der idyllisch direkt am Park gelegene Bau mit dem 60er-Jahre-Charme hat aber jede Menge Potenzial. Darin sind sich die Kahrener einig. Auch wenn der lange Leerstand dem Gebäude langsam zusetzt.

Damit soll jetzt Schluss sein. Wie in dem am vergangenen Samstag veröffentlichten neuen Cottbuser Amtsblatt bekanntgemacht wird, soll das 6981 Quadratmeter große Grundstück zum Höchstgebot versteigert werden. Das Mindestgebot liegt bei 198 000 Euro.

Die Palette der möglichen Nachnutzungen reicht laut Ortsteil-Entwicklungskonzept von altersgerechtem Wohnen über ambulante Angebote bis zum Hotel oder Firmensitz. Eines ist laut Stadtverwaltung derzeit aber ausgeschlossen: dass in das Denkmal am Kahrener Park wieder eine Schule einzieht.

Wie Ortsvorsteher Jürgen Lehmann berichtet, hatte mit der Masterarbeit eines Studenten der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) schon einmal ein Nutzungskonzept vorgelegen. Demnach sollte in dem Gebäude eine Tagespflegestätte mit altersgerechtem Wohnen Einzug halten.

Obwohl die Bevölkerungsprognose für den Ortsteil davon ausgeht, dass sich die Zahl der Über-65-Jährigen bis zum Jahr 2035 verdoppeln und die der Über-70-Jährigen sogar verdreifachen soll, erwies sich dieses Konzept als vorerst nicht realisierbar. Der Grund: Alte Menschen zieht es wegen der kurzen Wege offenbar eher ins Zentrum als ins Grüne.

Auf die Frage, was sich die Kahrener für die Zukunft des Gebäudes wünschen, gibt es für Jürgen Lehmann allerdings nur eine Antwort: „Sie wollen, dass hier wieder eine Schule einzieht. Das ist für uns die Nummer eins.“ Auch könne der hintere Gebäudeteil zur Kita ausgebaut werden. Denn der jetzige Kindergarten platze aus allen Nähten.