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| 19:57 Uhr

Cottbus
Stadt beschließt Teilhabeplan

Cottbus. Das Stadtparlament hat am Mittwoch den Teilhabeplan für Menschen mit Behinderungen „Ein Cottbus für Alle“ mit großer Mehrheit beschlossen. Jürgen Maresch (Unser Cottbus) nutzte die Gelegenheit, um ein leidenschaftliches Plädoyer für die Umsetzung der Menschenrechtskonventionen zu halten.

Demnach leben in Cottbus rund 17 000 Menschen mit einer Behinderung. Er betonte in seiner Rede mehrfach: „Inklusion ist nicht optional.“ Ihn ärgere, dass die Betroffenen nur als Kostenfaktor wahrgenommen und für Symbolpolitik missbraucht werden. Insofern kritisiert er auch den vorliegenden Teilhabeplan als „Aufzählung gesetzlich normierter Maßnahmen“. „All das hat aber nichts mit Inklusion zu tun“, betonte Maresch und kritisierte: „Damit wird die strukturelle Diskriminierung nicht abgebaut.“ Trotzdem stimmte auch Jürgen Maresch für den Teilhabeplan. „Der Entwurf ist ein erster Schritt. Den sollten wir gehen, nicht weil er gut ist, sondern damit wir vorankommen.“ Der Teilhabeplan wurde mit 39 Ja-Stimmen und einer Enthaltung angenommen.

(pk)