In einer außerordentlichen Sitzung hat sich der Stiftungsrat der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) am Montag mit den Vorgängen am Staatstheater befasst. „Wir sind betroffen über die Schilderungen und Vorwürfe der Musikerinnen und Musiker gegenüber dem Generalmusikdirektor. Das Ausmaß der Vorwürfe, das in den vergangenen Wochen in mehrseitigen Schreiben der Opernsolisten und Musiker dargelegt wurde, kam für uns völlig überraschend“, erklärten die Teilnehmer am Abend.

Evan Alexis Christ sei ein herausragender Dirigent. „Kreative und künstlerische Höchstleistungen sind ohne hohe Anforderungen und ehrliche Kritik in der Sache nicht möglich – das darf jedoch nicht um den Preis von massivem Druck und Angst erkauft werden“, heißt es in der Erklärung weiter.

Konkret hat der Stiftungsrat beschlossen, die Beurlaubung und Beendigung der Anstellung von Christ zu unterstützen. Empfohlen werden zudem eine Moderation sowie die Erstellung eines Verhaltenskodex und die Einrichtung einer Beschwerdestelle. Die Rücknahme der Kündigung gegen Studienleiter und Repetitor Frank Bernard wurde begrüßt.

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Nächste Runde im Ärger am Staatstheater Cottbus Evan Christ dementiert Schadenersatzforderung

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