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| 01:30 Uhr

Staatsanwaltschaft prüft Anzeige gegen friedliche Demonstranten

Cottbus. Die Cottbuser Staatsanwaltschaft prüft derzeit die Anzeige der NPD gegen Dutzende Demonstranten vom 15. Februar „wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und wegen des Aufrufs zu Straftaten“.

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Horst Nothbaum, mitteilt, hat die Polizei den Vorgang inzwischen an seine Behörde übergeben. Allerdings will er momentan noch keine Prognose zum Ausgang der Ermittlungen abgeben.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Kircheis hatte erst in dieser Woche noch einmal offen ihre Sympathie für den Aufruf zur Sitzblockade geäußert, der den Nazi-Aufmarsch am 15. Februar stoppen sollte. “Es darf nicht sein, dass sich die Nazis dieses Tages bedienen, ihre Geschichtsverfälschung verbreiten und wir nicht lautstark dagegen protestieren„, erklärte Kerstin Kircheis. “Wir wollten an diesem Tag friedlich und entschlossen dem Rechtsextremismus entgegen treten und ich glaube, dass es uns ganz gut gelungen ist.„

Auch der Pfarrer der Cottbuser Oberkirche, Christoph Polster, zeigt sich solidarisch mit den Demons tranten, gegen die NPD-Mitglied Ronny Zasowk Anzeige erstattet hat: “Gott sei Dank, an und um die Lutherkirche haben viele Cottbuser Gesicht gezeigt„, sagt Christoph Polster. “Hierzu gehören für mich auch die - offensichtlich leider nur jungen - Menschen, die mit friedlichen Sitzblockaden gezeigt haben: Nazis haben auf Cottbuser Straßen nichts zu suchen.„ wr