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| 20:12 Uhr

Messerangriff kommt vor Gericht
Anklage nach Messerattacke

Nach einer vor einigen Wochen Messerattacke im Cottbuser Einkaufszentrum hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.
Nach einer vor einigen Wochen Messerattacke im Cottbuser Einkaufszentrum hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. FOTO: Ch. Taubert/Medienhaus Lausitzer / LR
Cottbus. Ein Cottbuser wurde im Gesicht schwer verletzt. Zwei Flüchtlinge kommen dafür vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage erhoben. Derweil muss der Bundesgerichtshof das Urteil gegen einen syrischen Friseur aus Herzberg überprüfen. Von Simone Wendler

Die Staatsanwaltschaft hat am Amtsgericht Cottbus Anklage gegen zwei minderjährige Flüchtlinge erhoben. Der 16-jährige Syrer und ein im Libanon geborener 15-Jähriger müssen sich wegen gemeinschaftlicher Nötigung und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Das bestätigte auf Nachfrage Amtsgerichtsdirektor Michael Höhr. Wegen des Alters der beiden Angeschuldigten wird die Verhandlung vor dem Jugendrichter unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Den beiden jungen Männern wird vorgeworfen, nach einem zunächst verbalen Streit mit deutschen Jugendlichen am Einkaufszentrum Blechen-Carré einen 16-Jährigen gegen eine Straßenbahn gedrückt zu haben. Der 16-jährige Syrer soll ihm dann mit einem Messer einen tiefen Schnitt in der linken Gesichtshälfte zugefügt haben.

Die beiden Minderjährigen, gegen die nun eine Anklage vorliegt, waren am Tag nach der Tat festgenommen worden und saßen bis zur Anklageerhebung in Untersuchungshaft. Die zuständige Jugendrichterin hob die Haftbefehle nun auf.

Unterdessen muss sich der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt mit der Messerattacke eines syrischen Friseur auf seine Chefin in Herz­berg­ befassen. Nach dem Angriff mit einem Rasiermesser war Mohammad H. (39) Ende Januar vom Landgericht Cottbus zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Das Gericht sah den Tatvorwurf des versuchten Mordes und der schweren Körperverletzung als erwiesen an. Dagegen hat die Verteidigung des Angeklagten Revision eingelegt.