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| 15:14 Uhr

Ku-Klux-Klan-Aktion
Staatsanwaltschaft: Bisher kein Ermittlungsverfahren gegen Polizei-Leiterin in Cottbus

Ist Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) im Landtag zu weit vorgeprescht?
Ist Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) im Landtag zu weit vorgeprescht? FOTO: ZB / Bernd Settnik
Cottbus. Das kurze Zeigen eines Ku-Klux-Klan-Banners bei der Aufstiegsfeier am Sonntag auf dem Cottbuser Altmarkt sorgt weiter für hitzige Diskussion. Innenminister Schröter spricht von Ermittlungen wegen Strafvereitlung gegen Polizisten. Die Staatsanwaltschaft relativiert. Von Simone Wendler

Vor dem Landtag in Potsdam hat Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Donnerstagmorgen erklärt, es gebe ein Ermittlungsverfahren gegen die Leiterin des Polizeieinsatzes rund um das Aufstiegsspiel von Energie Cottbus am vorigen Sonntag, sowie weitere Beamte. Gegen sie bestünde der Verdacht der Strafvereitelung im Amt in Zusammenhang mit einer Flashmob-Aktion von rechtsradikalen Fußballfans am Sonntagabend auf dem Altmarkt.

Die Cottbuser Oberstaatsanwältin Petra Hertwig bestätigt auf Nachfrage jedoch nur eine vorliegende Anzeige des Landeskriminalamtes (LKA) gegen die Einsatzleiterin. „Wir behandeln das als Anzeigensache und prüfen nun das Vorliegen eines Anfangsverdachtes“, so Hertwig. Erst wenn sich dieser bestätige, werde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Den gesamten Polizeieinsatz am Tag des entscheidenden Aufstiegsspiels von Energie Cottbus leitete die Chefin der Inspektion Cottbus/Spree-Neiße. Sie ist seit Jahren mit der Leitung von Polizeieinsätzen bei Spielen des Cottbuser Vereins vertraut.