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Spreewald freut sich auf mehr als 10 000 Sportler

Am Küchentisch kümmerten sich Angela Arlt (links) und Astrid Towara um die Startertüten.
Am Küchentisch kümmerten sich Angela Arlt (links) und Astrid Towara um die Startertüten. FOTO: ski
Cottbus/Burg. Zur 13.Auflage des Spreewaldmarathons an diesem Wochenende haben sich 9000 Sportler angemeldet. Das sind schon mal 700 mehr als im Vorjahr. Doch die Organisatoren rechnen am Wettkampftag noch einmal mit bis zu 2000 Nachmeldungen. Um einen reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung kümmern sich gut 500 Helfer. Georg Zielonkowski /

"Keine Sorge, auf mein Team kann ich mich absolut verlassen." Spreewaldmarathon-Cheforganisator Hans-Joachim Weidner findet auch in diesen hektischen Tagen immer ein paar lobende Worte für seine Helfer. So nennt Weidner als Beispiel die Familie Schaper, die in den vergangenen Tagen sämtliche Beschilderungen der verschiedenen Strecken vorgenommen hat. "Eine Kleinarbeit sondergleichen, wenn man berechnet, dass für eine Strecke von 15 Kilometern beim Aufbau eine Stunde Fahrzeit kaum reicht", so Weidner.

Doch der Marathon-Chef denkt auch an die vielen Unternehmen, die sich selbstständig um die Versorgungsstände kümmern und dort am Renntag auch die Ausgabe vornehmen. Wie beispielsweise die Mannschaft des Cottbuser Filmfestivals, die seit dem ersten Spreewaldmarathon als Stammgast dabei ist und die Verpflegungsstelle am "Leineweber" besetzt. Bodo Stecklina und seine Branitzer Parkläufer sind genauso mit ihrem Versorgungsstand vertreten wie die Wotschofska-Belegschaft im Burger Außenrevier. Im Gegensatz zu den Helfern direkt am Rande der Wettbewerbe wird für Angela Arlt und ihr Team ein Großteil der erforderlichen Arbeiten bereits abgeschlossen sein. War die Fehrowerin gemeinsam mit Ehemann Oliver sowie Familie Towara, ihren Bekannten aus Krieschow-Wiesendorf doch tagelang damit befasst, mehr als 6000 Startertüten zu füllen. Sorgfältig getrennt nach Disziplin und Strecke wurden in diese Tüten jeweils die Startnummer, vier Sicherheitsnadeln zur Befestigung und der Transponder für die Erfassung der Leistung gepackt. "Natürlich kommt man ins Quatschen, wenn man stundenlang am Küchentisch sitzt und alles eintütet, aber die Konzentration darf dabei um Himmels willen nicht nachlassen", sagt Angela Arlt.

Durch ihre Hände sind außerdem die 13 000Gurken-Medaillen gegangen. In die Mini-Ösen mussten von ihr noch die Umhängebänder eingefädelt werden. "Dieses kleine traditionelle Souvenir lässt sich ja kein Starter entgehen", sagt sie.

Doch Angela Arlt ist nicht nur mit Vorbereitungen beschäftigt. Als Mitglied des Vorstandes im Organisationsstab des Spreewaldmarathons leitet sie am Wettkampftag am Standort Lübbenau gemeinsam mit Daniel Schmidgunst das Organisations-Büro, bevor sie nach Burg wechselt, um sich dort um die Finanzen zu kümmern. "Nun glauben Sie aber bloß nicht, dass mit dem Einlaufen des letzten Starters der 13. Spreewaldmarathon schon zu Ende ist", betont sie. Auch nach dem Lauf gibt es noch einiges zu tun. Schließlich soll an den Strecken schon nach ein, zwei Tagen nichts mehr daran erinnern, dass hier eben noch Tausende Läufer, Skater, Radler oder Paddler durch die Gegend geeilt sind. Dann haben die Erholungssuchenden ihren beschaulichen Spreewald wieder für sich.