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Spreewälder Winterbeschäftigung

Der Burger Dieter Dziumbla in seiner Korb-Werkstatt.
Der Burger Dieter Dziumbla in seiner Korb-Werkstatt. FOTO: Hirche/jul1
Burg. Die Winterszeit ist im Spreewald Spintezeit – damals wie heute. Jetzt geht sie zu Ende. Während die Frauen hauptsächlich die Zeit zum Spinnen, Sticken, Stricken oder Schleißen nutzen, haben sich die Männer vor allem der Reparatur von Fischernetzen gewidmet oder, so wie Dieter Dziumbla, Körbe geflochten. Marion Hirche / jul1

Der Burger hat für die Herstellung der Behältnisse eigens eine Werkstatt eingerichtet. Anfang des Jahres stand die Beschaffung der Weidenruten an. Diese können nur geerntet werden, wenn kein Saft in den Zweigen ist. Parallel dazu hat der Senior mit den geschickten Händen mit dem Flechten der Körbe begonnen. Dazu hat er sich Vorrichtungen gebaut, damit zum Beispiel die Bodenplatte besser angefertigt werden kann. Die Seitenwände werden dann ähnlich wie bei einer Töpferscheibe im Drehen geflochten. "Ich habe in diesem Jahr eine große Vielfalt von Körben angefertigt, runde und eckige, kleine und große", erzählt der Handwerker. Später werden die Körbe unter anderem zum Gemüsetransport, als Präsentkorb oder Puppenwiege genutzt. Über 100 Exemplare sind in den vergangenen Wochen entstanden.

Noch stehen einige Rutenbündel vor der Werkstatt und warten auf Verarbeitung. Einige der fertigen Körbe werden wohl schon zu Ostern einen neuen Besitzer finden.