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Spreeschule braucht zum Schuljahresbeginn Quartier

Cottbus. Auf heftige Kritik ist am Mittwochabend im Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung Cottbus die kürzlich vom Bildungsausschuss des Spree-Neiße-Kreistags angekündigte Verschiebung der Entscheidung über die künftige Nutzung der leer stehenden Mensa im Oberstufenzentrum in der Cottbuser Makarenkostraße gestoßen. Christina Gie-secke (CDU) verwies darauf, dass Stadt und Landkreis zu dem Thema bereits seit einem Jahr verhandeln und dass der Landkreis der Stadt die Nutzung der Mensa als künftiges Domizil für die Spreeschule selbst vorgeschlagen hat. Ulrike Elsner

Hinzu kommt, dass ein Großteil der Schüler im Spree-Neiße-Kreis zu Hause ist. "Es muss eine schnelle Lösung geben", betonte Christina Gie secke.

Fachbereichsleiter Joachim Bischoff hatte zuvor aus dem am gleichen Tag eingegangenen Schreiben der Kreisverwaltung zitiert, wonach der Landkreis der Spreeschule "überbrückend ab dem Schuljahr 2018/19 einzelne Klassenräume zur Verfügung stellen" wolle.

"Es nützt uns nichts, einzelne Klassen unterzubringen", konterte Gudrun Breitschuh-Wiehe (Bündnis 90/Grüne). Für die Spreeschule mit ihren derzeit drei Standorten und baulichen Problemen insbesondere im Haus an der Puschkinpromenade müsse zum nächsten Schuljahr ein neues Quartier gefunden werden.

Auf Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Eberhard Richter (die Linke) will der Ausschuss nun Oberbürgermeister Holger Kelch bitten, sich mit Landrat Harald Altekrüger zu einem Spitzengespräch zu diesem Thema zu treffen.

Dietmar Schulz (CDU) regte an, dass die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung mit ihren Partnern im Kreistag in Klausur gehen und nach einer Lösung suchen. Auch im Hinblick auf die anstehende Kreisgebietsreform sei eine rasche Einigung geboten.