ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 21:19 Uhr

Super-Wahlsonntag
Duell für Altekrüger und Kubitzki

Harald Altekrüger hat in Spremberg den Wahlerfolg gefeiert, AfD-Kandidat Steffen Kubitzki in Guben.
Harald Altekrüger hat in Spremberg den Wahlerfolg gefeiert, AfD-Kandidat Steffen Kubitzki in Guben. FOTO: Arlt Martina
Spree-Neiße. Vor der Stichwahl am 6. Mai wollen die Kandidaten von CDU und AfD nochmal Gas geben.

Um 19.43 Uhr stand es fest: Die Wähler im Spree-Neiße-Kreis müssen am 6. Mai noch einmal an die Urnen. Harald Altekrüger (CDU) und Steffen Kubitzki (AfD) gehen in die Stichwahl. Der Amtsinhaber liegt mit 39,97 Prozent der Stimmen deutlich vorn, Herausforderer Kubitzki verweist mit 28,89 Prozent die Kandidaten von Linken und SPD klar auf die hinteren Plätze.

Harald Altekrüger, der sein Wahlergebnis mit Freunden in der Spremberger Gaststätte „Dudelsack“ feierte, ist glücklich. „Ich bin unheimlich dankbar für das Vertrauen, das mir geschenkt wurde.“ Auch mit der Wahlbeteiligung von 43 Prozent könne man zufrieden sein. „Sicher haben die drei Bürgermeisterwahlen einen Anteil an dem relativ großen Interesse der Bevölkerung.“ Bei der letzten Landratswahl 2010 konnten die Parteien nur knapp 30 Prozent der Stimmberechtigten mobilisieren. Altekrüger hofft nun für die Stichwahl auf eine rege Beteiligung der rund 101 600 Stimmberechtigten im Landkreis. Wie genau er sie noch einmal aktivieren will, verrät er jetzt noch nicht. „Aber wir werden den Wahlkampf so seriös weiterführen wie wir es bisher getan haben.“

Sein Herausforderer Steffen Kubitzki gibt offen zu: „Ein klares Ergebnis, so oder so, wäre auch nicht schlecht gewesen. Die letzten Wochen waren anstrengend.“ Dass er aber aus dem Stand fast doppelt so viele Stimmern geholt habe wie die Kandidaten von SPD und Linke sei schön. „Wir haben unser Wahlziel voll erreicht und müssen jetzt noch einmal richtig Gas geben.“ Er will bekannter werden. „Viele Leute wissen gar nicht, dass ich in meinem Job teilweise für Millionenumsätze verantwortlich bin, das muss ich rüberbringen.“ Und auch die Asylpolitik will er stärker als bisher in den Fokus rücken.

Matthias Loehr, der als Kandidat der Linken ins Rennen gegangen war, betrachtet sein Ergebnis von 16,49 Prozent nüchtern. „Mehr war nicht zu erwarten.“ Ob er eine Wahlempfehlung für den 6. Mai aussprechen will? „Ein Thema, über das ich erst noch nachdenken will“, sagt der Landtagsabgeordnete aus Cottbus.

Abgeschlagen auf dem vierten Platz ist Hermann Kostrewa (SPD) mit 14,66 Prozent. „Es ist wie es ist. Wir hatten als SPD beschlossen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen und ich habe das übernommen.“ Er habe eine Alternative anbieten wollen. „Dass in den anderen Südbrandenburger Kreisen die Amtsinhaber sofort wiedergewählt wurden, ist bezeichnend.“ Jetzt will er seine Arbeit fortsetzen – und wartet gespannt auf das Ergebnis der Stichwahl.

Am 6. Mai gewinnt der Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann – aber nur, wenn er mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten hinter sich bringt. Gelingt dies nicht, entscheidet der Kreistag.

AfD-Kandidaten Steffen Kubitzki in Toms Club in Guben
AfD-Kandidaten Steffen Kubitzki in Toms Club in Guben FOTO: Silke Halpick / LR