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| 17:42 Uhr

Sportlich
4000 Kilometer durch 14 Länder

Balkanralley. Foto: Denny Weiser
Balkanralley. Foto: Denny Weiser FOTO: Denny Weiser
Cottbus . Der Cottbuser Denny Weiser reist für einen guten Zweck quer über den Balkan. Von Andrea Hilscher

Sie liegen ihm im Blut, ein Leben ohne Autos und Motoren ist für Denny Weiser offenbar kaum vorstellbar. Seine Eltern betreiben in Cottbus ein Autohaus, er selbst arbeitet inzwischen als Fahrzeugingenieur in Berlin – und verbringt seine Freizeit aktuell in einem VW-Bus Baujahr 1992, auf Abenteuer-Rallye quer über den Balkan.

„So verrückte Sachen interessieren mich schon immer“, erzählt der 29-Jährige lächelnd. Als er über einen Freund von der Existenz der Balkan-Rallye erfuhr, war er daher sofort begeistert. Sein Arbeitskollege Sven Schumacher (32) ließ sich anstecken von der Lust aufs Abenteuer und so vertieften sich beide in die Teilnahmebedingungen. Um nämlich überhaupt an den Start gehen zu können, müssen die Teams eine Mindestsumme von 500 Euro an Spendengeldern aquirieren und einem guten Zweck zuführen.

Die Eltern von Denny Weiser legten den Grundstein, weitere Spenden kamen hinzu und gingen bereits vor Reisebeginn an das Cottbuser Kinderheim und das Familienhaus Ronald McDonald. In Dresden dann fiel der Startschuss für die Rallye: 170 Teams aus ganz Deutschland, alle mit Fahrzeugen, die mindestens 20 Jahre alt sein müssen.

Zweite Herausforderung: Die Fahrer dürfen auf ihrer 4000-Kilometertour kein Navi benutzen. Denny Weiser: „Ganz schön ungewohnt, der Umgang mit den sperrigen analogen Karten.“ Er und Sven Schumann haben sich sicherheitshalber vorab schon Karten der Strecke auf ein Tablet geladen. „Das nutzen wir ohne GPS, es ist übersichtlicher und handlicher als Karten.“ Orientierungsprobleme hatten die beiden bisher nicht. Polen, Tschechien, Bulgarien liegen hinter ihnen, nach Mazedonien steuern sie noch Albanien, Bosnien, Kroatien, eventuell auch Italien an, bis sie am 4. September am Ziel in Salzburg eintreffen.

Zwischendurch gilt es, verschiedene Aufgaben zu lösen. Orte müssen gefunden, Sehenswürdigkeiten erkundet werden. Auch eine rote Büroklammer, die ihnen in Dresden überreicht worden war, mussten sie in Bulgarien gegen einen blauen Gegenstand eintauschen, den Handel fotografisch dokumentieren.

„Es ist spannend, auf diese Art mit den Menschen in Kontakt zu kommen“, schwärmt der Fahrzeugingenieur. Mit seinem Kollegen wechselt er sich täglich am Steuer ab, geschlafen wird auf Campingplätzen oder auch mal im Hotel. „In Bulgarien war uns der Auspuff gebrochen, da mussten wir nachts um 23 Uhr noch eine Werkstatt auftreiben, die uns das Teil wieder geschweißt hat.“

Mit ihnen sind 170 Teams unterwegs, die Gesamtspendensumme liegt bei 85 000 Euro. Weitere Infos unter www.balkan.superlative-adventure.com

Balkanralley. Foto: Denny Weiser
Balkanralley. Foto: Denny Weiser FOTO: Denny Weiser