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| 10:27 Uhr

Sportjugend Cottbus will in den Knast

Die Cottbuser Sportjugend strebt ein gemeinsames Projekt mit der Justizvollzugsanstalt (JVA) Dissenchen an. Von Sven Hering

"Wir wollen Jugendlichen, die auf die schiefe Bahn geraten sind, mit unserem Angebot bei der Resozialisierung helfen und Ansprechpartner sein, wenn sie das Gefängnis wieder verlassen", sagt Sebastian Grothe, Vorsitzender der Sportjugend. Der Sport biete hierzu gute Möglichkeiten. Während eines regelmäßigen Kampfsport-Trainings in der JVA könnten die jungen Leute nicht nur ihre Aggressionen ab-, sondern auch Vertrauen zum Trainer aufbauen. Der Übungsleiter könne im Idealfall nach der Entlassung der Straftäter aus dem Gefängnis ein wichtiger Ansprechpartner sein.

Die Sportjugend wolle ihr eigenes Projekt mit der Kick-Aktion des Landes Brandenburg verknüpfen, die das Ziel habe, präventiv mit offenen Sportangeboten und sozialpädagogischen Methoden dem Abgleiten von Kindern und Jugendlichen in die Kriminalität entgegenzuwirken. Der Nachwuchs würde dabei aus seinem negativ prägenden Umfeld herausgelöst und in bestehende Freizeitangebote oder Sportvereine integriert.