ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:45 Uhr

Sportfest in Willmersdorf
Sportfrauen trotzen der Gluthitze

Der heutige Willmersdorfer Sportchef Konrad Golz im Gespräch mit den Gründern Christel Stille, Ingetraut Reichmuth, Helga Pigola und Erika Kschadow (v.l.).
Der heutige Willmersdorfer Sportchef Konrad Golz im Gespräch mit den Gründern Christel Stille, Ingetraut Reichmuth, Helga Pigola und Erika Kschadow (v.l.). FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Weniger Gäste. Aber das unterhaltsame Programm des Willmersdorfer Sportfestes kommt an. Von Georg Zielonkowski

Das diesjährige Sportfest der SG Willmersdorf hat unter der Gluthitze des Wochenendes gelitten. „Besonders bei der wiederum großartigen Vorführung der Gymnastikfrauen hätte ich mir weit mehr Zuschauer gewünscht“, sagt der Vorsitzende Konrad Golz nach dem Sonntagsnachmittags-Programm. Die Zuschauerkulisse hatte sich im Vergleich zu früheren Sportfesten eher übersichtlich gezeigt.

Ungeachtet dessen gewährte die Gymnastikgruppe bei ihrem 13 Teile umfassenden Programm nochmals einen Rückblick auf die eigenen Vorführungen seit dem Erstauftritt 1992. Moderatorin Margitta Bischof fungierte als Wunschbriefkasten-Redakteurin, die von Postbotin Ulrike Jankowski mit Wünschen zu nochmaligen Aufführungen aus den früheren Programmen regelrecht überschüttet wurde. So gab es einen Rückblick in die Vorführungen vergangener Jahre.

Mit besonderem Beifall bedacht wurden angesichts ihrer trefflichen Kostüme die drei sich überraschend ins Programm mischenden Kerle Torsten, Frank und Jörg mit ihrer Replik auf Nana Mouskouris Welthit „Weiße Rosen aus Athen“. Begeisterung riefen natürlich auch die beiden Synchron-Schwimmerinnen Anke und Kathrin hervor, auch die Modenschau – von fünf Willmersdorferinnen übrigens in ihren eigenen echten Brautkleidern vorgetragen –  fand den Beifall des Publikums.

Speziell die Gründungsmitglieder der Gymnastikgruppe hatten ihre Freude an den Vorträgen ihrer Nachfolgerinnen. „Wir hatten unseren ersten vorsichtigen Auftritt 1981 beim Jubiläum unserer Sportgemeinschaft“, erzählt Ingetraut Reichmuth. „Damals haben wir unsere ersten Übungsabende im Speiseraum der Schule abgehalten, im Sommer fanden die Sportabende auf der Wiese des Sportplatzes statt. Damals war eben alles anders. Schön war aber, dass immer alle da waren“, fügt Helga Pigola hinzu. Große Anerkennung zollen die rüstigen Rentnerinnen der aktuellen Übungsleiterin Manuela Herzog: „Damals unsere Monika Weigler, die mit uns die Übungen einstudiert hat, hat die Abende ja auch vielseitig gestaltet. Aber was die heutige Trainerin so auf die Beine stellt, und immer wieder so ein schönes Festprogramm zusammenbaut, das ist schon was ganz besonders“, lobtChristel Stille.

Die von den Gründungsmitgliedern so gelobte Manuela Herzog klärte dazu später auf, dass es die Frauen ihrer Gruppe selbst sind, die stets neue Ideen haben und dabei kreativ sind: „Bei unserer heutigen Vorführung gab es allerdings eine Besonderheit. Wir Mitwirkenden kannten die Moderationstexte nicht, wir wussten nur unsere Reihenfolge. Die Zwischentexte hatten sich Margitta und Ulrike allein zusammengestellt. Jetzt sind wir gespannt auf die übliche DVD-Vorführung, denn alle Jahre wird alles mitgeschnitten. Dann erst sehen wir, die wir weitgehend hinten in der Garderobe mit dem schnellen Umkleiden zu tun hatten, wie das Programm in Gänze aussah.“

Toll. Das hat das Publikum schon mit viel Applaus bestätigt.

Die Modenschau haben Willmersdorfer Frauen mit ihren eigenen Brautkleidern gestaltet. Zur Freude des Publikums.
Die Modenschau haben Willmersdorfer Frauen mit ihren eigenen Brautkleidern gestaltet. Zur Freude des Publikums. FOTO: Georg Zielonkowski