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Zwischen Spitzenteam und Abstiegsstrudel

Cottbus. Volleyball-Männer des SV Energie Cottbus feiern in der Regionalliga Nordost einen glücklichen Auswärtserfolg in Wittenberg. Maik Hauzenberger

Nach dem zuletzt spielfreien Wochenende ging es am vergangenen Samstag für die Volleyballer des SV Energie Cottbus in der Regionalliga-Nordost wieder ans Netz. Aufgrund von mehreren Ausfällen reisten die Herren des SVE mit einem recht übersichtlichen Kader von acht Spielern in die Lutherstadt Wittenberg. Der Gastgeber MTV Wittenberg steckt, wie die Hälfte der Liga fünf Spieltage vor Schluss, als Siebenter mitten im Abstiegskampf. Aber auch der SVE, in der spielfreien Zeit durch ein vorgezogenes Spiel des VfK Berlin-Südwest auf den 3. Tabellenplatz abgerutscht, hat den Klassenerhalt rechnerisch noch nicht gesichert. Für Spannung war also gesorgt: Wo geht die Reise des SVE diese Saison noch hin? Vizemeisterschaft oder doch noch Abstiegsstrudel?

Zum Spielgeschehen: Der hochmotivierte Gastgeber und letztjährige Vizemeister der Regionalliga Nordost wollte vor heimischen Publikum gegen den Aufsteiger aus der Lausitz unbedingt punkten, um sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. In der Anfangsphase ließ der SVE den Gegner zunächst gewähren und machte es ihm durch die hohe Eigenfehlerquote sehr einfach. Im Stile einer Spitzenmannschaft sicherte sich Energie aber durch starke Aufschlagsserien den glücklichen Satzgewinn mit 25:22.

Im zweiten Durchgang mussten die Cottbuser beim Stand von 24:23 einen Satzball abwehren und kamen noch zum 27:25-Erfolg. Das Minimalziel, der erste Auswärtspunkt, war erreicht.

Anschließend verkürzte der Gastgeber auf 1:2 Sätze (22:25) und nahm das Hochgefühl mit in den vierten Satz. Da lief bei Energie nicht mehr viel zusammen. Fast kampflos ging der Satz an die Wittenberger (21:25).

Der Tiebreak musste nun die Entscheidung bringen. Mit einer ausgeglichenen Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen ging es für den SVE bereits in den siebten Tiebreak der Saison. Das ist Höchstwert aller Mannschaften.

Die Erfahrung aus den bisherigen sechs Tiebreaks, die größeren Kraftreserven oder die Leichtigkeit der Tabellenkonstellation ließen den SV Energie konzentriert und selbstbewusst auftreten. Souverän mit 15:7 sicherte sich Cottbus den etwas glücklichen 3:2-Auswärtssieg und kletterte wieder auf den zweiten Tabellenplatz.

An diesem Samstag, 25. Februar, empfängt der SV Energie den USV Potsdam (19 Uhr/Poznaner Straße) und hat den ersten Matchball, um das Saisonziel Klassenerhalt klarzumachen.

MTV Wittenberg - SV Energie Cottbus 2:3 (22:25; 25:27; 25:22; 25:21; 7:15)

SV Energie Cottbus: Sebastian Fritsche, Sebastian Brauer, Filip Gebert, Hagen Zschüntzsch, René Andörfer, Maik Hauzenberger, Lars Zimmermann, Mario Zimmer