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| 19:38 Uhr

Handball
Zwei Punkte und drei Rote Karten

Cottbus/Loitz. Trotz des Ausschlusses von drei Spielern gewinnt der LHC Cottbus in Loitz mit 28:23. Von Wolfgang Swat

Der LHC Cottbus hat das erste der von ihm selbst ausgerufenen vier Endspiele um den  Verbleib in der Handball-Oberliga am Wochenende in Loitz gegen die SG Uni Greifswald/Loitz mit 28:23 gewonnen. Nach einer guten Leistung an der Ostsee hatten sich  die Lausitzer zwei Pluspunkte geangelt, aber auch drei Rote Karten kassiert.

Dabei darf man die beiden Saisonspiele zwischen Cottbus und Loitz getrost als kurios einordnen. Im Hinspiel im Kolkwitz-Center hatten die Loitzer den LHC in der ersten Halbzeit regelrecht deklassiert, ihn zur Pause  mit 7:17 in die Kabine geschickt und sich am Ende erfolgreich gegen die Aufholjagd der Cottbuser gestemmt. Im Rückspiel gewannen nun die Lausitzer sicher mit 28:23, und das trotz des Spielausschlusses von drei Akteuren in der zweiten Halbzeit.  Marc Schmitz hatte sich drei Zeitstrafen eingehandelt, Glenn Nietzel seinen Gegenspieler unglücklich im Gesicht getroffen und Nick Widera hatte sich nach einer Zeitstrafe einen Kommentar Richtung Schiedsrichter nicht verkneifen können. Er muss nun sogar mit einer Sperre  von mindestens einem Spiel rechnen.

Am Ende musste  sich Torhüter Julien Adam ein Spielertrikot überstreifen und die letzten Minuten als Feldspieler auf Rechtsaußen agieren. „Wir haben die letzten zehn Minuten fast nur in Unterzahl gespielt. Die Mannschaft hat das aber souverän gemeistert“, stellte Trainer Marcus Meier am Ende zufrieden fest.

Noch auf der Fahrt nach Loitz hatte sich die Mannschaft in Erinnerung an die desolate Halbzeit-Vorstellung im Hinspiel heiß auf die Partie gemacht und sich Revanche geschworen. „Wir haben uns nicht hinten reingestellt, sondern offensiv gedeckt und damit die Loitzer immer wieder vor neue Situationen gestellt“, nannte Meier als Hauptgrund dafür, dass diesmal ein Start-Ziel-Sieg gelang.

War es in den ersten 30 Minuten noch eine Begegnung auf Augenhöhe, in der die Lausitzer zwar ständig knapp führten, ohne dass sich Loitz abschütteln ließ, so sorgte im zweiten Spielabschnitt ein Zwischenspurt mit einer zeitweise deutlichen Führung von neun Toren für die Vorentscheidung. Wie enorm wichtig  dieser Vorsprung war, erwies sich in den letzten zehn Minuten,  als der LHC  überwiegend  in numerischer Unterzahl auf der Platte stand. „Wir haben in der gesamten zweiten Halbzeit konsequent gespielt und auch diese schwierige Phase gut gemeistert“, stellte Meier zufrieden fest.

Der Auswärtssieg in Loitz war am Ende doppelt wertvoll, weil die unmittelbaren Konkurrenten um den Klassenerhalt, Grünheide und Spandau, ihre Spielen verloren und nun drei Punkte hinter dem LHC liegen.